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Deutsche Tennis-Damen enttäuschen

28. Aug 2007 21:58
Martina Müller hat verloren
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Mit Wehmut dachten deutsche Fans bei der US-Open an die Zeiten, in denen Steffi Graf noch spielte. Die Schweizerin Martina Hingis gewann ihr Match dagegen spielend.

Die deutschen Tennis-Damen haben sich bei den US Open wieder einmal blamiert. Dem Hoffnungsschimmer durch die couragierten Auftritte der Youngster Julia Görges, Angelique Kerber und Andrea Petkovic ließen Martina Müller und Tatjana Malek am Dienstag ein neuerliches Trauerspiel folgen.

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Die als Nummer 40 der Weltrangliste momentan bestplatzierte deutsche Spielerin Martina Müller unterlag der 20-jährigen Maria Kirilenko mit 3:6, 1:6. Es war die zweite Niederlage für die Hannoveranerin im zweiten Vergleich mit der nur vier Plätze besser eingestuften Russin. Tatjana Malek fand in Pauline Parmentier ihre Meisterin. Die Französin, die als Nummer 106 der Welt fünf Plätze besser da steht, gewann mit 6:2, 6:4.

Bundestrainerin Barbara Rittner und die kleine Schar deutscher Schlachtenbummler erinnerten sich mit Wehmut an die Zeiten, als Steffi Graf auch in Flushing Meadows alles in Grund und Boden spielte und in Anke Huber oder auch Rittner Mitstreiterinnen hatte, die gut und gerne eine Klasse besser waren als ihre «Erben». Genau 23 Jahre war es am Dienstag her, dass die 15-jährige Steffi Graf in Flushing Meadows ihr Debüt feierte und gegen Sylvia Hanika mit 4:6, 2:6 gleich wieder ausschied. Es folgten fünf Siege bei den US Open, der erste 1988, und insgesamt 23 Grand-Slam-Triumphe.

Von den acht gestarteten deutschen Damen hat es bislang nur Andrea Petkovic in die zweite Runde geschafft. Die Darmstädterin trifft dort vermutlich am Mittwoch auf die Tschechin Lucie Safarova, die sie allerdings gar nicht leiden kann: «Ich hasse Linkshänder; außerdem spielt sie genau so, wie ich es am wenigsten mag», sagte die 19-Jährige lächelnd. Auf ihren Schultern ruhen die Hoffnungen, zumal Anna-Lena Grönefeld derzeit eine Pause macht. Die einstige Nummer 14 der Tennis-Welt aus Nordhorn ist nach der Trennung von ihrem Trainer Rafael Font de Mora in ein tiefes Loch gefallen und hat sich mindestens bis zum Jahresende aus dem Turniergeschehen verabschiedet.

Einen lockeren Start legten derweil die beiden Ex-Champions Lleyton Hewitt und Martina Hingis auf den bei Temperaturen um die 30 Grad glühenden Hartplatz hin. Der Australier, der 2002 den Titel holte, fegte Lokalmatador Amer Delic mit 6:2, 6:4, 6:2 vom Feld. Martina Hingis setzte sich spielend leicht mit 6:0, 6:3 gegen Mathilde Johansson aus Frankreich durch. Die Schweizerin, die zwischen 2002 und 2005 drei Mal pausiert hatte, gewann 1997 und stand in den beiden Jahren danach jeweils im Finale. Im Vorjahr schied sie bei ihrem Comeback in der zweiten Runde aus. (dpa)

 
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