Schruff und Petkovic ausgeschieden
Als vierte deutsche Spielerin ist dagegen Julia Schruff bereits in der ersten Runde von Roland Garros gescheitert. Die 24-jährige Augsburgerin verlor nach einer desolaten Vorstellung 1:6, 4:6 gegen die Russin Alla Kudrjawzewa. Für die Nummer 114 der Welt war es bei der fünften French-Open-Teilnahme die fünfte Erstrunden-Pleite.
Aus dem deutschen Mini-Aufgebot bei den Herren gelang nur Philipp Kohlschreiber der Einzug in die zweite Runde. Nach den Absagen von Thomas Haas und Nicolas Kiefer sowie den Erstrunden-Niederlagen von Florian Mayer und Benjamin Becker ist der 23 Jahre alte Augsburger nun der letzte Hoffnungsträger im deutschen Team. «Ich versuche, hier die deutsche Fahne hochzuhalten, so lange es geht. Es ehrt mich, die deutsche Nummer eins zu sein», sagte er nach seinem spektakulären Fünf-Satz-Krimi gegen den tschechischen Qualifikanten Lukas Dlouhy.
An diesem Donnerstag kämpft der Daviscup-Spieler gegen Oscar Hernandez um den Einzug in die dritte Runde. Der Spanier bezwang am Mittwoch den Argentinier Juan-Pablo Guzman 7:6 (7:4), 6:0, 6:2, nachdem das Match am Vortag wegen Dunkelheit abgebrochen werden musste. An Hernandez hat Kohlschreiber allerdings keine guten Erinnerungen. Das bislang einzige Duell auf der ATP-Tour verlor er im vergangenen Jahr in Palermo auf Sand 1:6, 1:6.
Außerdem hat das knapp vierstündige Match gegen Dlouhy viel Kraft gekostet. Am Ende siegte Kohlschreiber 6:2, 3:6, 7:5, 4:6, 17:15 und sicherte sich damit zudem einen Eintrag in die dicken Statistik- Bücher des wichtigsten Sandplatz-Turniers der Welt. Mit 32 Spielen in einem Satz stellten die beiden Kontrahenten den Roland-Garros-Rekord aus dem Viertelfinale 1950 zwischen dem Tschechen Jaroslaw Drobny und Victor Seixas (USA) ein. «So ein Kampfsieg pusht natürlich auch», sagte München-Sieger Kohlschreiber. (dpa)
