netzeitung.deMayer hält Davis-Cup-Team auf Kurs

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Floria Mayer (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Floria Mayer
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Dank Florian Mayer kann das deutsche Davis-Cup- Team weiter auf den Verbleib in der Weltgruppe hoffen. Thomas Haas hatte zuvor im Abstiegsmatch gegen Thailand mit einer indiskutablen Leistung für Entsetzen gesorgt.

Florian Mayer hat das deutsche Davis-Cup-Team im Weltgruppen- Abstiegsduell gegen Thailand vor einem Desaster bewahrt. Der Bayreuther sicherte mit einem 3:6, 7:6, 3:6, 6:2 und 6:3-Erfolg gegen Thailands Nummer eins Paradorn Srichaphan den 1:1-Ausgleich.

Im Eröffnungseinzel hatte zuvor Thomas Haas nach einer peinlichen Vorstellung gegen Danai Udomchoke in Düsseldorf mit 3:6, 6:2, 6:7 (6:8), 6:3, 3:6 den Kürzeren gezogen.

Zum Sieg fehlen dem Team von Bundestrainer Patrik Kühnen nun noch zwei Punkte aus dem Doppel am Samstag (13.30 Uhr/DSF) sowie den beiden abschließenden Einzeln am Sonntag.

Haas sucht nach Entschuldigungen
«0:2 wäre eine Katastrophe gewesen», sagte der sichtlich erleichterte Mayer. «Wir waren alle 99-prozentig davon ausgegangen, dass Haas gewinnt. Aber man hat gesehen, Davis Cup ist eben etwas Spezielles.» Unsicher war er in die Partie gegen den überraschend starken Srichaphan gegangen. «Er war total locker und hat Spaß gehabt. Ich dagegen war verkrampft und habe am Ende auch fast Krämpfe bekommen», meinte der 22-Jährige.

So wie Haas, der nach seiner blamablen Leistung meinte: «Er hat nur solide gespielt. Und ich war selber schuld, dass es so gelaufen ist. Hoffentlich gewinnen wir noch, sonst wird es mein schlimmster Davis Cup überhaupt.» Humpelnd verließ Haas nach dem 3:20 Stunden langen Match den Center Court im Rochusclub und suchte stinksauer nach Erklärungen. «Es hat mich schon ein bisschen überrascht, wie stark er gespielt hat und wie schlapp ich mich gefühlt habe.» Eine gute Stunde wurde er von Team-Physiotherapeut Klaus Eder behandelt, aber der Ärger über die blamable Leistung blieb. «Auch im fünften Satz hätte ich die Partie noch umbiegen können», sagte der 28-Jährige selbstkritisch.

Haas rätselte, warum er die Partie nach souveränem Beginn aus der Hand gegeben hatte. «Ich weiß es nicht; es ist passiert», sagte er und zog seine Kappe noch tiefer ins Gesicht. Jeder Schritt, jede Bewegung tat ihm weh, und selbst ein Wutausbruch war nicht mehr drin. «Dafür habe ich keine Kraft mehr», sagte Haas. Auch Eder hatte keine Erklärung parat. «Tommy ist topfit hierher gekommen und trainiert seit einer Woche in Düsseldorf», erklärte der Physiotherapeut, der auch die Fußball-Nationalmannschaft betreut.

Udomchoke: «Wie im Traum»
«Damit hätte ich im Traum nicht gerechnet. Das ist das beste Ergebnis meiner Karriere», sagte der hinter Srichaphan zweitbeste Thailänder nach seinem Coup. Der in der Weltrangliste nur an Position 113 und damit 99 Plätze schlechter als Haas geführte Udomchoke hatte in Peking vorige Woche aufhorchen lassen, als er überraschend das Viertelfinale erreichte.

Srichaphan, der bei dem Hartplatzturnier in China sogar ins Halbfinale kam, konnte dadurch mit einer unverhofften Führung in die Partie mit Mayer gehen, der mit dem ersten Erfolg in seinem dritten Daviscup-Einsatz den Ausgang der Partie jedoch wieder offen machte. (nz)