Mayer hält Davis-Cup-Team auf Kurs
Im Eröffnungseinzel hatte zuvor Thomas Haas nach einer peinlichen Vorstellung gegen Danai Udomchoke in Düsseldorf mit 3:6, 6:2, 6:7 (6:8), 6:3, 3:6 den Kürzeren gezogen.
Zum Sieg fehlen dem Team von Bundestrainer Patrik Kühnen nun noch zwei Punkte aus dem Doppel am Samstag (13.30 Uhr/DSF) sowie den beiden abschließenden Einzeln am Sonntag.
So wie Haas, der nach seiner blamablen Leistung meinte: «Er hat nur solide gespielt. Und ich war selber schuld, dass es so gelaufen ist. Hoffentlich gewinnen wir noch, sonst wird es mein schlimmster Davis Cup überhaupt.» Humpelnd verließ Haas nach dem 3:20 Stunden langen Match den Center Court im Rochusclub und suchte stinksauer nach Erklärungen. «Es hat mich schon ein bisschen überrascht, wie stark er gespielt hat und wie schlapp ich mich gefühlt habe.» Eine gute Stunde wurde er von Team-Physiotherapeut Klaus Eder behandelt, aber der Ärger über die blamable Leistung blieb. «Auch im fünften Satz hätte ich die Partie noch umbiegen können», sagte der 28-Jährige selbstkritisch.
Haas rätselte, warum er die Partie nach souveränem Beginn aus der Hand gegeben hatte. «Ich weiß es nicht; es ist passiert», sagte er und zog seine Kappe noch tiefer ins Gesicht. Jeder Schritt, jede Bewegung tat ihm weh, und selbst ein Wutausbruch war nicht mehr drin. «Dafür habe ich keine Kraft mehr», sagte Haas. Auch Eder hatte keine Erklärung parat. «Tommy ist topfit hierher gekommen und trainiert seit einer Woche in Düsseldorf», erklärte der Physiotherapeut, der auch die Fußball-Nationalmannschaft betreut.
Srichaphan, der bei dem Hartplatzturnier in China sogar ins Halbfinale kam, konnte dadurch mit einer unverhofften Führung in die Partie mit Mayer gehen, der mit dem ersten Erfolg in seinem dritten Daviscup-Einsatz den Ausgang der Partie jedoch wieder offen machte. (nz)

