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Lupe Schruff und Müller bei German Open weiter

Bei den German Open der Tennisdamen haben drei deutsche Spielerinnen die nächste Runde erreicht. Dort steht Julia Schruff vor einer schweren Aufgabe.

Steffi Grafs Nachfolgerinnen haben bei den German Open der Tennis-Damen immerhin zu Dritt den Sprung unter die besten 32 geschafft. Nach dem Freilos für Anna-Lena Grönefeld zogen auch Julia Schruff und Martina Müller in die zweite Runde von Berlin ein und dürfen dort an diesem Mittwoch gegen prominente Konkurrenz aufschlagen.

Schruff trifft nach dem 6:1, 6:4 über die Finnin Emma Laine auf die ehemalige Weltranglisten-Erste Martina Hingis aus der Schweiz. Müller bezwang die Amerikanerin Jill Craybas 1:6, 6:2, 6:2 und spielt nun gegen die ehemalige US-Open-Siegerin Swetlana Kusnezowa aus Russland. Sandra Klösel verpasste dagegen durch das 6:2, 1:6, 1:6 gegen Catalina Castano ein Duell mit Grönefeld, die nun auf die Weltranglisten-36. aus Kolumbien trifft.

Nur wenige Zuschauer in Berlin
Vor 3000 Zuschauern im Steffi-Graf-Stadion verdiente sich Martina Müller nach schwachem Start den Auftritt gegen die wieder erstarke Kusnezowa, die am Sonntag noch im Finale von Warschau stand. «Swetlana ist supergut drauf. Ich werde versuchen, sie zu ärgern», kündigte die Hannoveranerin an, die zuletzt im Februar beim Turnier in Dubai mit 2:6, 0:6 gegen Kusnezowa untergegangen war.

Die mit einer Wildcard ins Hauptfeld gelangte Müller stellte im zweiten Satz ihre Taktik um. Die 93. der Weltrangliste nahm mit hohen Bällen immer wieder das Tempo aus dem Spiel und brachte die 51 Ränge höher notierte Craybas völlig aus dem Konzept. Die zwischenzeitlich in der Versenkung verschwundene Müller zeigte neben einer spielerischen Steigerung auch ihre gewohnten kämpferischen Qualitäten und verwandelte nach 1:41 Stunden ihren vierten Matchball.

Schruff souverän
Einfacher hatte es Julia Schruff trotz der Mittagshitze gegen Linkshänderin Emma Laine. «Ich habe sehr gut angefangen und der anderen bis zum 4:0 keine Chance gelassen. Danach bin ich ein bissel unkonzentriert geworden, und es wurde ein enges Match», sagte die 23- jährige Augsburgerin, die im Vorjahr mit einem Sieg über die frühere French-Open-Siegerin Anastasia Myskina das Achtelfinale im Grunewald erreicht hatte. Diesmal wäre dafür ein Erfolg über Martina Hingis nötig. Die Berlin-Siegerin von 1999 gewann 7:5, 6:3 gegen die starke Italienerin Flavia Pennetta und lobte ihre nächste Kontrahentin: «Ich habe sie ein paar Mal gesehen. Sie ist läuferisch sehr stark.» Schruff bekannte: «Ich freue mich natürlich auf das Match. Sie ist eine Riesenspielerin.»

Sandra Klösel verließ trotz eines guten Starts unmittelbar nach dem Sieg von Schruff den Court Nummer 1 als Verliererin und zeigte sich frustriert: «Vom Niveau her kann ich vorn mitspielen. Aber ich muss daran arbeiten, meine Chancen zu nutzen. Davon bekommt man gegen die Guten nicht viele.» (nz)