netzeitung.deKohlschreiber im Viertelfinale von München

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Philipp Kohlschreiber (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Philipp Kohlschreiber
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Der überraschende Sieg eines Qualifikanten über Guillermo Coria sorgt in München immer noch für Aufregung. Unterdessen steht erst ein deutscher Profi im Viertelfinale des ATP-Turniers.

Von Christian Kunz

Tennis-Profi Philipp Kohlschreiber hat bei den 91. Internationen Tennismeisterschaften von Bayern als erster Deutscher das Viertelfinale erreicht. Der 22 Jahre alte Bamberger gewann beim mit 323.250 Euro dotierten ATP-Sandplatzturnier in München ein hart umkämpftes Match gegen den Tschechen Jan Hernych mit 3:6, 6:0, 7:5.

Dagegen war das Achtelfinale für Daviscup-Spieler Alexander Waske beim «Lieblingsturnier» Endstation. Der Frankfurter verlor gegen den an Nummer drei gesetzten Finnen Jarkko Nieminen mit 6:7 (2:7), 3:6.

Traum vom Turniererfolg
Kohlschreiber steht bislang als einziger der zwölf gestarteten Deutschen im Viertelfinale, angeführt von Mitfavorit Thomas Haas sind bereits neun nicht mehr dabei. An diesem Donnerstag haben Qualifikant Denis Gremelmayr (Lampertheim) gegen Alexander Peya (Österreich), Björn Phau (Weilerswist) gegen Ivo Karlovic (Kroatien) und Simon Greul (Reutlingen) gegen Jürgen Melzer (Österreich) als letzte verbliebene Deutsche die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale.

«Ich brauche einfach mal einen großen Turniererfolg. Ich müsste mal ein Halbfinale oder Finale erreichen», sagte Kohlschreiber, der nach zögerlichem Beginn erst nach dem ersten Satz besser in das sehr spannende Spiel fand. «Ich habe das Niveau, dass ich die guten Jungs schlagen kann.» Dazu hat er im Viertelfinale gegen Kristof Vliegen die nächste Gelegenheit. Der Belgier erreichte durch ein 5:7, 6:3, 6:2 gegen den Schweden Robin Söderling als Erster die Runde der letzten Acht.

Nieminen behielt gegen Waske wie schon beim bislang einzigen Duell der beiden vor fünf Jahren in Finnland auch diesmal die Oberhand. Dem 24-Jährigen genügte im 1:34 Stunden langen Match eine solide Vorstellung um den Frankfurter in die Schranken zu weisen. «Man muss schon konstant gut spielen, um ihn zu schlagen», sagte Waske, der Nieminen zu seinem Bundesligaverein Blau-Weiß Halle gelotst hatte.

Im Viertelfinale trifft der Weltranglisten-20. Nieminen, der vor drei Jahren das Endspiel in München erreicht hatte, auf Rainer- Schüttler-Bezwinger Robin Vik. Der Tscheche hatte Juan Monaco (Argentinien) mit 7:6 (7:3), 4:6, 6:4 besiegt.

Hoffen auf Durchbruch
Der Sensations-Sieg von Qualifikant Gremelmayr über Topfavorit Guillermo Coria (Argentinien) vom Dienstagabend sorgte auch noch einen Tag danach für Gesprächsstoff auf der Anlage am Aumeisterweg. «Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel und ist der größte Erfolg in meiner Karriere», sagte der 132. der Weltrangliste. «Ich hoffe, dass mir das einen Schub gibt», sagte der nach einem Bandscheibenvorfall genesene 25-Jährige, für den die Saison gesundheitsmäßig unter keinem guten Stern stand: Er laborierte schon an einem Muskelfaserriss und handelte sich in der Vorwoche einen Magen-Darm-Virus ein. (nz)