31.12.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Nicolas Kiefer
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Hauchdünner Auftakterfolg für das deutsche Tennis-Team beim 18. Hopman-Cup in Perth. Am Ende entschied das Mixed-Doppel.
Nicolas Kiefer und Anna-Lena Grönefeld mussten lange zittern und durften dann doch noch beruhigt Silvester feiern: Mit einem knappen 2:1-Sieg über Gastgeber Australien erwischte das deutsche Tennis-Duo vor allem dank Kiefer einen erfolgreichen Start in den 18. Hopman-Cup in Perth.
Der Sieg stand am Samstag allerdings erst nach einem spannenden gemischten Doppel fest. Mixed-Debütant Kiefer und Grönefeld gewannen 4:6, 6:3, 7:6 (10:8) gegen Wayne Arthurs und Samantha Stosur. Zuvor hatte Kiefer mit 6:3, 6:4 über den stark aufschlagenden Linkshänder Arthurs die drohende Niederlage abgewendet, nachdem Grönefeld zum Auftakt etwas überraschend 3:6, 5:7 gegen Stosur verloren hatte.
Lob für den PartnerFür ihren starken Partner hatte sie nach dem spannenden Super- Tiebreak, der in Perth an Stelle eines dritten Satzes gespielt wird, ein dickes Lob parat. «Ganz schön beeindruckend, was?», sagte die derzeit beste deutsche Tennis-Dame. «Hoffentlich können wir das in den nächsten beiden Spielen auch durchziehen», fügte die Nordhornerin hinzu, die vor einem Jahr mit Thomas Haas das Endspiel knapp verpasst hatte. Mit Kiefer trifft sie am Mittwoch auf Argentinien und am Donnerstag auf die Niederlande.
«Ich bin sehr zufrieden, weil ich eine lange Pause hatte und nicht wusste, wie es laufen würde», kommentierte Kiefer sein Saisondebüt. Er konnte sich nicht erinnern, in seinen bisher zehn Profi-Jahren jemals zuvor Mixed gespielt zu haben und erklärte Routinier Arthurs und Stosur nicht zu Unrecht zu den Favoriten. Doch Stosur, im Vorjahr Doppel-Siegerin bei den US Open und Mixed-Champion bei den Australian Open, agierte nicht mehr so stark wie gegen Grönefeld, und Arthurs trat mit bandagiertem Oberschenkel an.
Russlands Teilnahme gesichertGesichert ist nun auch die Teilnahme von Russland, nachdem erst Australian-Open-Sieger Marat Safin und dann sein Ersatzmann Teimuraz Gabashvili verletzt passen mussten. An der Seite der früheren US- Open-Siegerin Swetlana Kusnetsowa wird nach Angaben der Organisatoren Juri Schukin spielen. Der international bisher nicht bekannte 235. der Weltrangliste lebt in Berlin. (nz)