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Waske schlägt French-Open-Sieger

08. Jun 2005 16:55, ergänzt 21:17
Alexander Waske.
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Das Grand-Slam-Turnier in Paris hat Sieger Rafael Nadal zu viel Kraft gekostet. Alexander Waske hatte mit dem Spanier beim Rasenturnier von Halle nur wenig Mühe.

Tennisprofi Alexander Waske aus Frankfurt am Main steht beim Rasenturnier im ostwestfälischen Halle in Runde zwei. Die Nummer 195 der Weltrangliste besiegte zum Auftakt den spanischen French-Open- Gewinner Rafael Nadal nach 1:51 Stunden mit 4:6, 7:5 und 6:3. Der mit einer Wildcard in das 32er- Hauptfeld gekommene Waske trifft im Achtelfinale auf Nadals Landsmann Juan Carlos Ferrero.

Schon im Viertelfinale steht Philipp Kohlschreiber. Der Bamberger schlug Yeu-Tzuoo Wang (Taiwan) in der zweiten Runde mit 6:2, 5:7 und 7:6 (8:6). Auch Thomas Haas hat schon die Runde der letzten Acht erreicht. Der Hamburger besiegte den Österreicher Jürgen Melzer 6:2, 3:6, 6:4.

Waske: Da geht noch mehr

«Es war gut, dass ich einen Tag hatte, an dem ich vielen Leuten Freude bereiten konnte», kommentierte Waske seinen Erfolg. Und rechnet mit mehr: «Hier in Halle geht noch einiges.» Dabei wollte Waske nach der Auslosung noch einen Rat seiner Mutter befolgen: «Als sie von Nadal als meinem ersten Gegner hörte, sagte sie, Kind, komm' sofort nach Hause.» Nadals Enttäuschung hielt sich in Grenzen: «Ich habe auf Rasen noch nicht mein bestes Tennis zeigen können. Es braucht seine Zeit, um sich umzustellen. Ich bin noch ein bisschen müde.»

Viel zu selten gestaltete Nadal sein Debüt in Halle zu einer Demonstration seines großen Könnens. Waske witterte mit zunehmender Spieldauer die große Chance und nutzte nach 1:51 Stunden den von rund 10.000 Zuschauern umjubelten zweiten Matchball zum Sieg. Damit beendete Waske gegen das Kraftpaket aus Mallorca eine Serie von 24 Einzelsiegen Nadals hintereinander.

Großes Lob von Kühnen

Der deutsche Daviscup-Teamchef Patrik Kühnen lobte Waskes Leistung überschwänglich: «Alex ist an seine Grenzen gegangen und dafür belohnt worden. Er hat schon vor der Partie an seinen Sieg geglaubt.» Waske agierte mutig, doch im dritten Spiel des ersten Satzes durchbrach Linkshänder Nadal das Service des 30 Jahre alten Deutschen, dem in Durchgang eins sechs Doppelfehler unterliefen. Danach wurde Doppel-Spezialist Waske wesentlich sicherer und nahm dem vermeintlich übermächtigen Gegner nach 1:15 Stunden den zweiten Satz mit einem Break ab. Nadal wirkte danach kraftlos und ließ sich von Waske mehr und mehr einschüchtern. (nz)

 
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