netzeitung.deAuch Kohlschreiber in Paris ausgeschieden

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Julia Schruff. (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Julia Schruff.
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Tennisprofi Julia Schruff wartet auf ihren ersten Matcherfolg bei den French Open. Bei den Herren kam gleich für zwei deutsche Teilnehmer das frühe Aus.

Lars Burgsmüller war zum Auftakt der French Open nur ein Spielball von Titelfavorit Rafael Nadal. Auch Paris-Debütant Philipp Kohlschreiber und Julia Schruff kamen nicht über die erste Runde hinaus. Am ersten Tag des mit 13,5 Millionen Euro dotierten Grand-Slam-Turniers auf Sand waren die deutschen Tennisspieler weit von einer Überraschung entfernt.
Achte Erstrundenpleite für Burgsmüller
Am schlimmsten traf es am Montag Lars Burgsmüller, der vom spanischen Shooting-Star Nadal zeitweise zum Sparringspartner degradiert wurde und das Match nach 1:45 Stunden mit 1:6, 6:7 (4:7), 1:6 verlor. Es war die achte Erstrunden-Niederlage der Saison für den 29 Jahre alten Mülheimer, der an Position 99 der Weltrangliste geführt wird. Der 18 Jahre alte Nadal indes ist nach fünf Titeln in diesem Jahr von Platz 51 auf Rang fünf vorgeprescht und wird gleich bei seinem Debüt als großer Favorit auf den French-Open-Sieg gehandelt.

«Er hat eine unheimliche Energie und Präsenz auf dem Platz. Er kämpft um jeden Ball und hat mich aus jeder Ecke passiert. Er hat das Potenzial, das Turnier zu gewinnen», schwärmte Burgsmüller nach der Lehrstunde gegen den Linkshänder, der sich lediglich im zweiten Satz einige Unkonzentriertheiten leistete. Da ging Burgsmüllers Konzept, den bärenstarken Mallorquiner permanent am Netz zu attackieren, auf. «Von hinten hätte ich gar keine Chance gehabt, aber viel ans Netz zu gehen, bedeutet auch viel Risiko», sagte Burgsmüller. Insgesamt wagte er sich 57 Mal ans Netz, machte aber nur 50 Prozent der Punkte und beinahe doppelt so viele leichte Fehler wie Nadal.

Schruff auch im dritten Anlauf ohne Sieg
Während die Stuttgarterin Julia Schruff nach ihrer 6:7,2:6-Niederlage gegen die Japanerin Shinobu Asagoe auch im dritten Anlauf in der ersten Runde von Roland Garros scheiterte, vermasselte Philipp Kohlschreiber sein French-Open-Debüt. Der Bamberger verlor gegen den Spanier Nicolas Almagro mit 6:7 (4:7), 4:6, 3:6 und verpasste so ein Traum-Match gegen Roger Federer.
Federer standesgemäß
Der Weltranglistenerste aus der Schweiz begann seine Jagd nach dem French-Open-Sieg standesgemäß und besiegte den israelischen Qualifikanten Dudi Sela auf dem Center Court mit 6:1, 6:4, 6:0. In der Grand-Slam-Sammlung des 23-Jährigen fehlt nur noch die Trophäe in Paris. Schafft er den Coup, wäre er der sechste Spieler nach Don Budge, Rod Laver, Fred Perry, Roy Emerson und Andre Agassi, der alle vier Grand-Slam-Turniere mindestens einmal gewonnen hat. (nz)