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Fünfter Titel in Folge zum Greifen nah: 

Federer nimmt Revanche an Djokovic

06. Sep 2008 21:58
Roger Federer
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Noch vor der Ankunft des Tropensturms «Hanna» hat Roger Federer das Endspiel der US Open in New York erreicht. Außenseiter Murray hatte im zweiten Halbfinale weniger Glück: Der in Führung liegende Schotte muss gegen Nadal «Nachsitzen».

Roger Federer ist noch vor der Ankunft des Tropensturms «Hanna» erneut in das Finale der US Open gestürmt und kann als erster Spieler seit 84 Jahren zum fünften Mal in Folge das Turnier gewinnen. Der Schweizer siegte vor dem großen Regen am Samstag in New York 6:3, 5:7, 7:5, 6:2 gegen den Serben Novak Djokovic. Der Australian-Open-Sieger war Federer im Vorjahr an gleicher Stelle im Endspiel unterlegen. Im Kampf um die 1,2 Millionen Dollar Siegprämie trifft Federer im Finale entweder wie schon bei den French Open und in Wimbledon auf den Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal aus Spanien oder den Schotten Andy Murray.

Das zweite Halbfinale wurde beim Stand von 6:2, 7:6 (7:5), 2:3 für Außenseiter Murray wegen Regens abgebrochen. Das Match begann erst 90 Minuten nach dem Start von Federers Partie parallel im Louis- Armstrong-Stadium - kostbare Zeit, die letztlich fehlte, um die Begegnung bereits am Samstag zu Ende zu bringen. Damit blieb ungewiss, ob das Herren-Finale wie geplant am Sonntag stattfinden kann oder erstmals seit 1987 auf einen Montag verschoben werden muss. Das für Samstag geplante Damen-Finale zwischen Serena Williams und Jelena Jankovic musste ebenfalls auf Sonntag verschoben werden.

«Ich bin zufrieden, dass wir noch vor dem Regen fertig geworden sind. Ich bin so glücklich, wieder in einem Grand-Slam-Finale zu sein», sagte Federer. Der 27-Jährige wäre dank seiner Wimbledon-Siege zwischen 2003 und 2007 der erste Spieler der Tennis-Geschichte, der bei zwei der vier Grand-Slam-Turniere fünfmal hintereinander triumphiert. Auf die Frage nach seinem bevorzugten Gegner antwortete Federer: «Ich nehme am liebsten den Pokal.» Dann fügte der Olympiasieger im Doppel hinzu, er spiele lieber erneut gegen Nadal.

Revanche geglückt

Der Baseler nahm bei bedecktem Himmel und mehr als 80 Prozent Luftfeuchtigkeit Revanche für sein Halbfinal-Aus gegen Djokovic bei den Australian Open. Dort war Federer noch durch die Folgen einer Viruserkrankung geschwächt. Diesmal präsentierte er sich nach schwankenden Leistungen weitgehend souverän und servierte stark. «Es ist ein gutes Gefühl, wenn ich merke, dass ich am längeren Hebel bin. Mit dem dritten Satz habe ich auch seinen Willen ein bisschen gebrochen», sagte Federer über Djokovic.

Der serbische Olympia-Dritte war nach seinem Viertelfinal-Sieg über Andy Roddick und Kritik am Lokalmatador noch ausgebuht worden. Die Zuschauer im nicht voll besetzten Arthur-Ashe-Stadium behandelten den 21-Jährigen auch nach dessen Eindrücken meist fair, die Sympathien gehörten in entscheidenden Momenten allerdings eindeutig Federer, was Djokovic im dritten Satz spöttisch mit erhobenem Daumen kommentierte. «Er hat die Unterstützung verdient», sagte er danach. «Der dritte Satz war entscheidend. Ich bin enttäuscht, dass ich physisch nicht in der Lage war, ihn herauszufordern.» Federer feierte seinen siebten Sieg im neunten Vergleich gegen Djokovic und zog in sein 17. Grand-Slam-Endspiel ein.

«Hanna» pustete Serena Williams und Jelena Jankovic bereits am Freitag auf dem Weg in das Damen-Finale kräftig ins Gesicht. Williams gewann 6:3, 6:2 gegen die Olympia-Zweite Dinara Safina, Jankovic siegte 6:4, 6:4 über Olympiasiegerin Jelena Dementjewa. Beide spielen auch darum, wer die Serbin Ana Ivanovic als Nummer eins beerbt. (Robert Semmler, dpa)

 
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