US Open in New York:
Tropensturm gefährdet den Super-Samstag
05.09.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Ob Djokovic am Super-Samstag mit den Herren-Halbfinals und dem Damen-Endspiel überhaupt gegen Federer antreten kann, ist wegen des nahenden Tropensturms «Hanna» allerdings fraglich. Betroffen wären auch der spanische Weltranglisten-Erste Rafael Nadal und sein schottischer Gegner Andy Murray. Sollte der Dauerregen New York erreichen, droht eine Verschiebung des Programms auf Sonntag und ein Herren-Finale erst am Montag.
Bei Djokovics angeblichen Beschwerden hatte der US-Boy mit dem losen Mundwerk auch die Vogelgrippe aufgezählt. «Wenn man Witze macht und andere nachmacht, muss man das hinnehmen», erklärte der Amerikaner. Roddick erklärte, Djokovic habe ihn zu ernst genommen: «Es tut mir leid, dass er es so verstanden hat. Ich denke nicht, dass ich zu weit gegangen bin.»
Federer setzte zuvor ein erleichtertes Lächeln auf. Der Schweizer Sieger der vergangenen vier Jahre schien auch über das hart erarbeitete 7:6 (7:5), 6:4, 7:6 (7:5) gegen den Luxemburger Qualifikanten Gilles Muller froher als über viele Siege in den Jahren seiner unangefochtenen Dominanz. Der Olympiasieger im Doppel steht beim 18. Grand-Slam-Turnier in Folge unter den letzten Vier. «Ich bin sehr glücklich, dass diese große Serie hält. Ich hoffe, dass ich diesmal einen Schritt weiter als in Wimbledon oder Paris gehen kann», sagte Federer mit Blick auf die Final-Niederlagen gegen Nadal.
Bei den Australian Open war Federer nach seinem Pfeifferschen Drüsenfieber im Halbfinale am späteren Sieger Djokovic gescheitert, dem er vor einem Jahr in New York noch den ersten Grand-Slam-Titel verwehrt hatte. Roddick hatte 2003 als letzter Spieler vor Federer in Flushing Meadows triumphiert, agierte gegen Djokovic aber zwei Sätze lang schwach und verspielte im vierten Durchgang einen 5:3-Vorsprung. (dpa)

