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US Open: Favoriten und Oldies kommen weiter: 

Tennis-Mom Davenport schlägt sich durch

28. Aug 2008 09:24
Die ganze Erfahrung in einem Schlag: Lindsay Davenport
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Mit ihrem einjährigen Sohn reiste Lindsay Davenport zu den US-Open an. Und die 32-jährige, die vor 17 Jahren erstmals in New York spielte, erreichte prompt die dritte Runde des Grand-Slam-Turniers.

Als Tennis-Mama Lindsay Davenport ihr Söhnchen im Arthur-Ashe-Stadium erblickte, strahlte sie genau 17 Jahre nach ihrem US-Open-Debüt noch mehr als über den verwandelten Matchball.

Mit dem Sohn in der Loge

Erstmals seit zwei Jahren erreichte die einstige Nummer eins der Tennis- Weltrangliste noch einmal die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers und hat als erfolgreiche Mutter die Sympathien in New York auf ihrer Seite.

«Mein Sohn ist hier irgendwo», sagte die 32-Jährige nach dem 7:5, 6:3 über die Russin Alisa Kleibanowa, ehe sie ihren einjährigen Sprössling Jagger in einer Loge erblickte und selig anlächelte. «Er war einige Nächte bei meiner Mutter, so dass ich Schlaf bekommen habe», berichtete die Kalifornierin.

Davenport: «Es muss Klick machen»

Auf dem Platz war Davenport am Mittwoch erneut nichts von den Knieproblemen anzumerken, die die Olympiasiegerin von 1996 zum Verzicht auf die Einzel-Konkurrenz in Peking bewogen hatten. Nach dem Matchball gegen die Weltranglisten-34. Kleibanowa, die in diesem Jahr das Achtelfinale von Wimbledon erreicht hatte, war Davenport aber selbstkritisch: «Es muss Klick machen. Ich muss noch viel besser werden.»

Gegen die letztjährige Wimbledon-Finalistin Marion Bartoli aus Frankreich ist eine Steigerung auch nötig - andererseits wird sich Davenport zehn Jahre nach ihrem US-Open-Triumph am Freitag womöglich endgültig aus Flushing Meadows verabschieden.

Rekordspieler Roddick

Lokalmatador Andy Roddick hatte fünf Jahre nach seinem bislang einzigen Grand-Slam-Titel an gleicher Stelle in seinem Auftaktmatch wenig Mühe mit Fabrice Santoro und siegte 6:2, 6:2, 6:2 über den Franzosen.

Der «Schnibbelkönig» ist mit 35 Jahren der Senior im Herren-Feld und bestreitet sein 65. Grand-Slam-Turnier - mehr als jeder andere Mann in der Geschichte des Profitennis. Roddick trifft in der zweiten Runde auf Lettlands Jungstar Ernests Gulbis.

Djokovic mit Fußproblemen

Vorjahresfinalist Novak Djokovic knickte beim 6:3, 6:3, 6:4 gegen den Franzosen Arnaud Clément im dritten Satz zwar so heftig um, dass er sich seinen linken Fuß bandagieren lassen musste. Doch der Australian-Open-Sieger war nach der Schrecksekunde zuversichtlich für das Match am Freitag gegen den Amerikaner Robert Kendrick. «Es wird o.k. sein. Ich habe mehr darüber nachgedacht, als dass es wehgetan hat. Es ist keine große Sache», sagte der Olympia-Dritte entspannt.

Jankovic von Knieschmerzen geplagt

Behandeln lassen musste sich auch die Weltranglisten-Zweite Jelena Jankovic. Die Serbin wollte nach dem schwer erkämpften 6:3, 6:7 (5:7), 7:5-Erfolg gegen Sofia Arvidsson aus Schweden zehn Minuten auf dem Laufband die Beine lockern. Doch nach dem 2:44 Stunden langen Match dauerte es nur drei Minuten, bis Jankovic ein stechender Schmerz im Knie stoppte, an dem sie sich in Wimbledon verletzt hatte. Eine Massage brachte Abhilfe.

Dazu kamen noch andere Sorgen: Auf dem Platz blieb sie nach dem Sprint zu einem Stoppball für einige Sekunden auf dem Bauch liegen und ruhte sich in ihrem gelben Dress auf dem blauen Kunststoffbelag aus. «Ich dachte, dass ich mein Kleid ganz schmutzig mache. Das war meine größte Sorge», sagte Jankovic. (dpa)

 
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