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Tennis: US-Open in New York: 

In Runde eins gegen Nummer eins

25. Aug 2008 09:35
Frisch gebackener Olympiasieger: Rafael Nadal in Peking
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Mit Rafael Nadal geht es los. Der Deutsche Björn Phau erwartet zum heutigen Auftakt der US Open in New York auf die neue Nummer eins der Tennis-Weltrangliste. Tommy Haas, Rainer Schüttler und Nicolas Kiefer können noch zuschauen.

Ein Duell gegen die neue Nummer eins im größten Tennisstadion der Welt: Aus dem deutschen Dutzend bei den US Open hat Björn Phau nach seiner Qualifikation das attraktivste Los gezogen.

Schocker Nadal

Phau darf am Montag beim letzten Grand-Slam-Turnier der Saison gegen den frisch gekürten Olympiasieger Rafael Nadal antreten - für ihn Schock und Segen zugleich. «Ein bisschen von beidem», sagte Phau in New York, betonte aber: «Natürlich freue ich mich auf das Match.»

Die Partie im knapp 24.000 Zuschauer fassenden Louis-Armstrong-Stadium ist eine von fünf mit deutscher Beteiligung am Auftakttag. Thomas Haas, Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler, der mit einer Erkrankung zwei Tage flach lag, haben noch Pause. «Die Stimme war komplett weg und die Nase zu», sagte Schüttler am Sonntag. Philipp Kohlschreiber muss gegen den Peruaner Luis Horna auf den Platz, ebenso Denis Gremelmayr, Michael Berrer und Qualifikant Andreas Beck.

Nadal hat Respekt

Nadal hat trotz seiner Favoritenstellung Respekt vor Phau, der momentan nur die Nummer 136 ist. «Eine erste Runde bei so einem Turnier ist nie einfach gegen einen Qualifikanten, der einen guten Rhythmus hat und schon Matches auf diesem Belag gewonnen hat», sagte Nadal. Nach den Siegen bei den French Open, in Wimbledon und bei Olympia geht das Kraftpaket auch in Flushing Meadows als Favorit an den Start, obwohl er hier bisher nie über das Viertelfinale hinauskam.

Für Roger Federer ist es nach 237 Wochen als Nummer eins und vier Triumphen in Serie in New York ein neues Gefühl, der Jäger zu sein. «Rafa wird jetzt spüren, was ich für eine sehr lange Zeit spüren musste», sagte der Schweizer Titelverteidiger.

Don King als Tennis-Promoter

Doch Nadal betonte, der Druck sei für ihn stets gleich. Im Schatten der beiden Olympiasieger, deren sportliche Rivalität sogar Box-Promoter Don King bei einem gemeinsamen Auftritt befeuerte, will auch Vorjahresfinalist und Australian-Open-Sieger Novak Djokovic um den Sieg mitspielen.

Neben Phau und Beck hatte sich auch Anna-Lena Grönefeld durch die Qualifikation gekämpft. Für Grönefeld ist es das erste Grand-Slam- Turnier seit dem Erstrunden-Aus 2007 in Wimbledon und der überwundenen Trennung von ihrem umstrittenen Trainer Rafael Font de Mora. Sprechen mochte sie selbst noch nicht. Ihr Coach Dirk Dier betonte bei «Eurosport.de» jedoch: «Sie ist auf dem richtigen Weg und wieder heiß aufs Spielen.»

Grönefelds Comeback

Auf die 23-jährige Nordhornerin wartet mit der an Nummer elf gesetzten Slowakin Daniela Hantuchova in der ersten Runde aber ein schwerer Test. Den Sprung ins Hauptfeld verpassten Davis-Cup-Spieler Philipp Petzschner, Tobias Kamke, Simon Stadler, Kristina Barrois und Julia Schruff. Damit sind neun deutsche Herren und nur drei deutsche Damen dabei.

Haas, der mit dem Franzosen Richard Gasquet ebenfalls einen dicken Brocken vor sich hat, arbeitet wieder mit dem schwedischen Trainer Thomas Hogstedt zusammen. Hogstedt hatte ihn zurück in die Weltspitze und 2007 bis ins Halbfinale der Australian Open geführt. «Ich habe das Training mit Thomas und seine ganze Mentalität einfach vermisst. Wir hatten zwei verdammt gute Jahre zusammen, und das verbindet eben. Wir waren immer in Kontakt, und er hatte jetzt wieder Zeit», sagte Haas der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Der Wahl-Amerikaner will zumindest erneut ins Viertelfinale.

Abschied von Olympia

Während der 30-jährige Olympia-Zweite von 2000 nicht in Peking war, muss Nicolas Kiefer die Erinnerungen an die Spiele beiseite schieben. «Gedanklich bin ich irgendwie noch gar nicht in New York angekommen. Ich schaue abends immer noch die Bilder aus Peking an und denke daran, was die Anderen da noch für Spaß haben. Aber wenn es am Montag losgeht, sind meine Gedanken sicher zu 100 Prozent hier», sagte der Silbermedaillengewinner von 2004 im Doppel «Eurosport.de». (dpa)

 
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