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Der König von Wimbledon : 

Federer ohne Mühe ins Finale

04. Jul 2008 17:01
Historische Siegesserie: Roger Federer
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Mit beeindruckender Souveränität hat sich der Schweizer Weltranglistenerste zum sechsten Mal in Folge für das Endspiel auf dem bekanntesten Rasenplatz der Tennis-Welt qualifiziert.

Nach einer weiteren Demonstration seiner Stärke greift Roger Federer bei den All England Championships in Wimbledon nach seinem sechsten Titel in Serie. Mit seinem 65. Sieg auf Rasen nacheinander bezwang der Schweizer am Freitag in London den Russen Marat Safin und zog weiter ohne Satzverlust in 1:42 Stunden mit einem 6:3, 7:6 (7:3), 6:4 in sein 16. Endspiel bei einem Grand-Slam- Tennisturnier ein. Gegner ist am Sonntag entweder der Spanier Rafael Nadal, der in den beiden Vorjahren das Nachsehen hatte, oder Sensations-Halbfinalist Rainer Schüttler.

«Ein Traum ist für mich wahr geworden. Ich will es Rafael so schwer wie möglich machen. Und dann schauen wir mal, was passiert», sagte der Australian-Open-Finalist von 2003 aus Korbach vor seinem zweiten Auftritt in einer Grand-Slam-Semifinale. Der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker, der für die BBC kommentiert, meinte: «Rainer ist einer der fittesten Spieler überhaupt auf der Tour. Und vor allem ist er ein unglaublicher Kämpfer.» Nadal gab er mit auf den Weg: «Nach der Statistik kann er nicht verlieren. Aber er sollte nicht zu sehr an Federer denken. Erst muss er Rainer schlagen.»

Besser als einst Björn Borg

Roger Federer buchte derweil ohne Mühe sein Finalticket. «Das ist ein tolles Gefühl. Es war ein großartiges Match und ein Vergnügen, gegen Marat zu spielen. Er ist ein sehr starker Spieler mit einem super Aufschlag.» Doch das verbarg der 28-Jährige, der wie Schüttler eine schwere Zeit mit Krankheit und Verletzungen hinter sich gebracht hat. Federer schlug sogar ein Ass mehr (14:13) als der in Monaco lebende zweimalige Grand-Slam-Sieger.

Der Weltranglisten-Erste Federer, der seit 231 Wochen ohne Unterbrechung an der Spitze der Tennis-Welt residiert, würde mit dem sechsten Sieg auf dem «Heiligen Rasen» den Schweden Björn Borg als Rekordhalter ablösen und seinen 13. Titel bei einem der vier Top- Turniere in Melbourne, Paris, Wimbledon und Flushing Meadow holen. Nur der 14-malige Champion Pete Sampras aus den USA hat mehr. «Man sollte mich nicht abschreiben. Das hier ist die Zeit der Saison, die für mich am wichtigsten ist», kündigte der Eidgenosse nach dem 39. Seriensieg in Wimbledon an. (dpa)

 
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