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Familienduell im Finale: 

Williams-Schwestern in Wimbledon unter sich

04. Jul 2008 13:47
Don't talk - Serena (l.) und Venus Williams
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In ihrer unnachahmlichen Art haben Serena und Venus sich für das Endspiel der All England Championships qualifiziert. Die Konkurrenz grämt sich – und auch das Zusammenleben der berühmtesten Schwestern der Tennis-Geschichte leidet.

Der «American-Express» ist ohne Zwischenstopp ins Finale von Wimbledon gestampft. Die Tennis-Diven Venus und Serena Williams haben auf ihrem Weg zum dritten finalen «Sister Act» nach 2002 und 2003 die Konkurrenz gnadenlos aus dem Weg geräumt, was die ehrwürdige BBC in ihrer täglichen TV-Rückschau auf die Spiele bei den All England Championships zu dem markigen Vergleich veranlasste. Ohne Satzverlust sind die Schwestern durch das Turnier gestürmt und haben sich dabei wieder mal nicht nur Freunde gemacht.

Die einen finden sie nicht fit genug, die anderen ärgert das exaltierte Kreischen, wieder andere glauben, dass bei ihren Spielen nicht alles mit rechten Dingen zugeht. So wie Jelena Dementjewa, die sich nach dem 1:6, 6:7 (3:7) im Halbfinale einen kräftigen Seitenhieb auf den Williams-Clan nicht verkneifen konnte. Auf die Frage, wer denn nun am Samstag den Titel holen werde, antwortete die bildhübsche Russin vergrätzt: «Das wird wohl wieder eine Familien-Entscheidung werden.»

«Eine Tonne Respekt»

Als Venus Williams davon hörte, platzte ihr der Kragen. Allein, dass sie darauf überhaupt angesprochen wurde, empfand die Titelverteidigerin als respektlos. Ihre üblicherweise leisen Töne in der Pressekonferenz wurden schlagartig lauter. Die 28-Jährige, die sich nebenbei als Designerin versucht und in Wimbledon erstmals in einem selbst entworfenen Kleidchen spielt, polterte: «Ich bin extrem professionell in allem, was ich tue. Ob nun auf dem Platz oder daneben. Ich gebe das Beste in meinem Sport, und ich habe eine Tonne Respekt für mich und meine Familie. Es ist lächerlich. Unser gemeinsames Ziel war, ins Finale zu kommen. Von jetzt an gehen Serena und ich jede ihren eigenen Weg.»

Zum sechsten Mal treten die in Wimbledon wie immer unter einem Dach lebenden Schwestern bei Grand Slams zum Williams-Finale an. Gewonnen hat meistens die zwei Jahre jüngere Serena, die Jie Zheng das erste Grand-Slam-Halbfinale einer Chinesin mit 2:6, 6:7 (5:7) verdarb. Fünf Siege gehen auf ihr Konto, inklusive der beiden auf dem «Heiligen Rasen». Das soll am Samstag wieder so sein. «Venus gilt als Favoritin? Solange ich im Turnier bin, würde ich so etwas niemals sagen», meinte sie und kündigte an: «Bis zum Finale spreche ich nicht mehr mit ihr, auch wenn sie meine Schwester ist.» (dpa)


 
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