Das überraschend starke Abschneiden der elf Deutschen bestätigte der deutsche Meister Andreas Beck, für den im Viertelfinale gegen den Amerikaner James Blake Endstation war. Der 22 Jahre alte Stuttgarter freute sich über 19.340 Euro und den größten Erfolg seiner Laufbahn. «Wir haben hier kräftig Werbung für das deutsche Tennis betrieben», kommentierte Kühnen die «Auferstehung» der deutschen Tennis-Herren, die sich in Paris ausnahmslos in Runde eins verabschiedet hatten. Das gilt auch für Auckland-Sieger Kohlschreiber, der in Halle an die guten Leistungen vom Beginn des Jahres anknüpfte. Selbst gegen Federer, der nach einer großartigen Woche bestens gerüstet nach Wimbledon fährt, wo er seinen sechsten Triumph nacheinander feiern will. Mit seinem ersten Finale in Halle wird sich Kohlschreiber am Montag in der Weltrangliste verbessern, in der er als Nummer 40 vor einer Woche hinter Thomas Haas (37) und Nicolas Kiefer (38) zurückgefallen war.
«Es ist für mich eine Ehre, in einem Finale gegen Federer antreten zu dürfen», hatte Kohlschreiber fast ehrfürchtig gesagt. Auf dem Rasen zeigte er sich gegen den «Unbezwingbaren» (Kohlschreiber über Federer) selbstbewusst und kampfbereit. Doch ernsthaft in Gefahr bringen konnte er den Weltranglisten-Ersten nicht, der den ersten Vergleich an selber Stelle 2005 ebenfalls 6:3, 6:4 gewonnen hatte. (dpa/nz)