«Fotofinish» entscheidet Parallel-Riesenslalom16. Feb 2007 10:55, ergänzt 15:38 | Glückliche Siegerin: Isabella Dal Balcon |
Knapper geht's nicht: Beim drittletzten Parallel-Riesenslalom des Snowboard- Weltcups überfuhren die Finalistinnen zeitgleich die Ziellinie.
Isabella Dal Balcon aus Italien und der Kanadier Matthew Morison haben den drittletzten Parallel Riesenslalom des Snowboard FIS Weltcups für sich entschieden. Besonders bei den Damen blieb es spannend bis zum Schluss.
Penalty-RückstandIm japanischen Furano ging es im Finale der Frauen äußerst knapp zu, weil die Italienerin und ihre Kontrahentin Fränzi Kohli (Schweiz) gleichzeitig die Ziellinie überquerten. Da aber Dal Balcon in den zweiten Durchgang mit dem Penalty-Rückstand von 1,5 Sekunden gestartet war und diesen aufgeholt hatte, sicherte sich die 29-Jährige ihren zweiten Weltcup-Sieg. Dritte wurde Alexandra Jekova (Bulgarien) vor Doris Günther aus Österreich. Die deutschen Starterinnen schafften es nicht aufs Treppchen: Isabella Laböck (Prien) wurde am Freitag Fünfte, Vize- Weltmeisterin Amelie Kober (Miesbach) landete auf dem sechsten Rang. Bei den Männern feierte Matthew Morison seinen ersten Weltcup-Sieg. Der Kanadier bezwang im Finale den Weltcup-Führenden Simon Schoch aus der Schweiz. Als Dritter kam Rok Marguc (Slowenien) vor Jasey Jay Anderson (Kanada) ins Ziel.
Richtig attackiert«Erneut Erste zu sein, ist ein Traum für mich», sagte Isabella Dal Balcon nach dem Rennen. «Ich wusste nach dem zweiten Qualifikationsdurchgang, dass heute etwas möglich ist, aber dass es zum ersten Platz reicht, hätte ich nie gedacht.» Auf die Zeitgleichheit im Finale angesprochen meinte sie: «Ich habe im ersten Lauf mal wieder zu viel gewollt und mir dadurch die Penalty-Zeit eingehandelt. Im zweiten Durchgang habe ich dann an den richtigen Stellen attackiert. Das ist perfekt gelaufen.» Weniger perfekt natürlich für Fränzi Kohli, die den Sieg knapp verpasste: «Ich bin nicht enttäuscht. Ich bin sauer auf mich, weil ich den zweiten Lauf komplett verschlafen habe. Ich habe nur noch runter gebremst. Aber insgesamt muss ich mit dem Ergebnis zufrieden sein – der zweite Platz ist gut.» Matthew Morison hatte nach seinem ersten Weltcup-Erfolg allen Grund zum Jubeln: «Was für ein Tag. Ich kann es kaum glauben. Das war das härteste Rennen meines Lebens. Ich war so müde und nervös vor dem entscheidenden Finallauf. Als ich auf halbem Wege unten war, musste ich mich konzentrieren, um den Fokus nicht zu verlieren. Denn ich habe Simons Atem in meinem Nacken gespürt. Ich wusste, dass er alles geben wird, um mich zu überholen. Ich bin so stolz, dass ich es geschafft habe.» (nz)
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