21.12.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Schoch blickt nach Sieg in die Ferne
Der Schweizer Simon Schoch war nach seinem zweiten Saisonerfolg im Parallel-Slalom bereits in Vorfreude auf den zu erwartenden «Vierkampf». Der Sieg bei den Frauen in Bad Gastein ging am zweiten Tag an eine Österreicherin.
Am Mittwoch hatten sich beide noch mit dem zweiten Platz begnügen müssen, heute durften die Österreicherin Doresia Krings und der Schweizer Simon Schoch vom obersten Podestplatz aus jubeln. Im fünften Parallel-Rennen des NOKIA Snowboard Fis Weltcups 2006/2007 setzte sich Krings auf der Buchebenskiwiese im Finale der Frauen gegen ihre Landsfrau Heidi Neururer durch. Dritte in Bad Gastein wurde mit nur einer Hundertstel Vorsprung Julie Pomagalski aus Frankreich vor der Russin Svetlana Boldikova.
Simon Schoch gelingt zweiter SiegBei den Männern sicherte sich der Olympia-Zweite Simon Schoch seinen zweiten Saisonsieg vor seinem Landsmann Roland Haldi, der damit sein bislang bestes Weltcup-Ergebnis (Nendaz, 2005/2006) egalisierte. Im Rennen um Platz drei überquerte die Kandierin Jasey Jay Anderson die Ziellinie vor Isidor Sustersic aus Slowenien.
«Ich glaube, ich darf doch nicht mit Parallel Slalom-Wettbewerben aufhören», sagte Krings nach ihrer beeindruckenden Vorstellung in Bad Gastein. Die Salzburgerin aus Obertauern erklärte weiter: «Ich habe damit nicht gerechnet, nachdem die gestrigen Läufe schon so anstrengend waren.» Auf die Führung im Parallel Weltcup angesprochen, drückte Krings aber auf die Euphoriebremse: «Es wäre schön, wenn es im Parallel-Weltcup klappen würde. Aber ich hatte die Führung schon öfter zu diesem Zeitpunkt der Saison inne. Von daher messe ich dem ganzen noch nicht so viel Bedeutung zu. Vielleicht ja in Kanada.»
«Ich bin derzeit brutal fit»Simon Schoch sagte nach dem Finale der 16 besten Herren, das er mit imposanter Dominanz bestimmt hatte: «Ich habe schon die gesamte Saison ein super Gefühl auf dem Brett. Ich bin derzeit brutal fit, auch wenn ich die zwei Rennen in Folge jetzt in den Beinen spüre.» Zudem wagte der neue Weltcup-Führende einen Ausblick auf die restliche Saison: «Wenn Philipp wieder fit ist, werden wir einen spannenden Vierkampf mit Rok Flander und Sigi Grabner erleben. Darauf freue ich mich schon jetzt.»
Auch Grabner (Österreich), der am Donnerstag nur Sechster wurde, war zufrieden, auch wenn seine Ausgangsposition nun eine andere ist: «Ich kann ohne Druck in die Ferien gehen. Jetzt bin ich wieder Verfolger. Zwar wäre es schön gewesen, Weihnachten in Gelb zu feiern, aber ich sehe es locker. Die Saison ist noch lang.»