Kleinschmidt macht Boden gut02. Jan 2006 15:45, ergänzt 19:54
Jutta Kleinschmidt im Race Touareg
Jutta Kleinschmidt kommt bei der Rallye Dakar in ihrem Race Touareg von Volkswagen langsam in Fahrt. Auch Stephane Peterhansel im Mitsubishi Pajero machte im Klassement einen Sprung nach vorne.
An der Spitze des Gesamtklassements ist es nach der 3. Etappe der Rallye Dakar noch spannender geworden. Gleich die ersten fünf Teams liegen innerhalb einer Minute.
Kleinschmidt ausgebremst
NULL=YESRallye Dakar in Zahlenhttp://www.netzeitung.de/sport/rallyedakar/375322.htmlNULL=YESBei Rallye Dakar wird es ernsthttp://www.netzeitung.de/sport/rallyedakar/375410.html
Die großen Gewinner des ersten Teilstückes in Afrika mit einer 314 Kilometer langen Wertungsprüfung am Montag waren Jutta Kleinschmidt und Stephane Peterhansel. Kleinschmidt verbesserte sich in ihrem Race-Touareg von Volkswagen um zwei Plätze auf den fünften Rang. Mitsubishi-Pilot Peterhansel machte einen Sprung von Platz zehn auf sechs. «Wir hingen fast 60 Kilometer hinter dem Portugiesen Carlos Sousa fest, weil wir ihn im dichten Staub nicht überholen konnten. Wenig später liefen wir auf das nächste Fahrzeug auf. Das war schon etwas ärgerlich und hat uns Zeit gekostet«, berichtete Kleinschmidt.
Neuer Spitzenreiter ist nun der Spanier Nani Roma. Der Motorradsieger von 2004 liegt knapp sechs Sekunden vor seinem Mitsubishi-Markenkollegen Hiroshi Masuoka, dem Dakar-Gewinner von 2002 und 2003. Der bislang führende Volkswagen-Werksfahrer Carlos Sainz (Spanien) fiel auf seiner ersten Wüsten-Prüfung auf den vierten Rang zurück und liegt nun 56 Sekunden hinter Roma. «Wir waren das erste Fahrzeug auf der Piste und haben bei der schwierigen Navigation die Spur für unsere Verfolger gelegt, die es damit einfacher hatten», sagte «Dakar»-Neuling Sainz.
Starke MannschaftsleistungVor dem zweifachen Rallye-Weltmeister und seinem Münchner Co-Piloten Andreas Schulz reihte sich mit einem Abstand von nur zwei Sekunden sein französischer VW-Teamkollege Bruno Saby auf dem dritten Rang ein. Mit dem siebten Rang (Rückstand: 3:18 Minuten) komplettierten der US- Amerikaner Mark Miller und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz (Karlshof) die bislang starke Mannschaftsleistung von Volkswagen. Der Monegasse Jean-Schlesser, Sieger 1999 und 2000, rückte mit seinem ersten Tagessieg in seinem Buggy-Eigenbau vom 16. auf den zehnten Platz (Rückstand: 4:26 Minuten) vor.
Der deutsche Rekord-Rallyemeister und sechsfache Titelgewinner Matthias Kahle schaffte am dritten Tag seiner ersten «Dakar» den Sprung unter die besten Zwanzig. Der 36-jährige Kölner und sein Hamburger Beifahrer Thomas Schünemann fuhren im privaten heckangetriebenen Honda-Buggy vom 24. auf den 20. Platz (Rückstand: 31:24 Minuten) vor. Ellen Lohr und Detlef Ruf liegen mit ihrem Mercedes-Geländewagen mit einer Gesamtfahrzeit von 1:30,01 Stunden auf dem 67. Rang.
Motorradfahrer Despres macht ernstAuch in der Motorradwertung gab es einen Führungswechsel: Der französische Vorjahressieger Cyril Despres hat sich auf seiner KTM erstmals an die Spitze gesetzt. Auf der insgesamt 672 Kilometer langen Etappe von Nador nach Er Rachidia fuhr Despres einen Vorsprung von 1:16 Minuten auf seinen spanischen KTM-Kollegen Marc Coma heraus. Mit einem Abstand von 23 Sekunden zu Coma folgte bereits der KTM- Privatier José Manuel Pellcier (Spanien) auf Rang drei. Mit seinem ersten Tagessieg verbesserte sich der Australier Andy Caldecott (KTM) um 14 Plätze auf den vierten Rang (Rückstand: 3:41 Minuten). Der Verlierer des Tages war der bisherige Spitzenreiter Isidre Esteve Pujol (Spanien/KTM), der 11:12 Minuten auf die Bestzeit von Caldecott einbüßte und auf den neunten Platz (Rückstand: 6:35 Minuten) abfiel. (nz)