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Olympia-Bewerber Leipzig nicht in
Runde der Kandidatenstädte aufgenommen
18. Mai 2004 13:31, ergänzt 14:03

Leipzigs Bürgermeister Wolfgang Tiefensee und NOK-Präsident Klaus Steinbach
Foto: ddp
Die Olympischen Spiele 2012 werden nicht in Leipzig stattfinden. Während die Messestadt nach dem Entscheid der IOC-Exekutive scheiterte, führt Paris den Kreis der offiziellen Bewerberstädte an.
 
13 Monate nach dem Gewinn des nationalen Vorentscheides ist für Leipzig das Thema Olympische Spiele 2012 beendet. Am Dienstag wurde die Messestadt nicht in den Kreis der Candidate Cities aufgenommen. «Natürlich tut es sehr weh», sagte Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee. «Wir haben mit viel Kraft und unheimlich viel Ideen gekämpft.»

Finale Entscheidung im kommenden Jahr

Thema: Aus für Leipzig
Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, benannte am IOC-Sitz in Lausanne London, Madrid, Moskau, New York und Paris als offizielle Kandidaten für die Sommerspiele 2012. Die finale Entscheidung über den Austragungsort fällt am 6. Juli 2005 in Singapur. Beste Voraussetzungen scheint dann die französische Hauptstadt zu haben, die das Ranking vor Madrid anführt. New York und London liegen gleichauf vor Moskau.

Neben Leipzig mussten auch Rio de Janeiro, Istanbul und Havanna ihre Hoffnungen auf die Austragung der Olympischen Spiele in acht Jahren beenden. Ob nun ein deutscher Bewerber für die Sommerspiele 2016 ins Rennen geschickt wird, entscheidet sich nach der endgültigen Vergabe im kommenden Jahr. Sollte dann eine europäische Stadt gewinnen, würden einer erneuten Austragung in Europa vier Jahre später kaum Chancen eingerechnet.

«Wir sollten jetzt nicht so tun, als wenn wir nur Verlierer sind. Wir haben auch durch die Bewerbung schon gewonnen», sagte Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt.

Knappe Entscheidung zwischen Moskau und Leipzig

Dabei gab es ein enges Rennen zwischen Moskau und Leipzig. «Das IOC musste irgendwo den Cut setzen. Dabei lag nicht viel zwischen Leipzig und Moskau. Aber Moskau ist dabei und wir nicht», sagte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland (NOK), Klaus Steinbach.

Bereits am Mittwoch wird die Olympia GmbH in ihrer Aufsichtsratssitzung die Situation diskutieren und analysieren. Bisher war Deutschland 1936 in Berlin und 1972 in München Gastgeber von Sommerspielen. Zuletzt war 1993 die Kandidatur Berlins um die Spiele 2000 gescheitert, die an Sydney vergeben wurden.

Tiefensee kündigt neue Herausforderungen an

Tiefensee, der aus Lausanne zu seinen Bürgern rechtzeitig zum Entscheid zurückgekehrt war, hatte vorgebaut. «Wir hatten eine große Konkurrenz, da kann man unterliegen», so der SPD-Politiker. Zugleich kündigte er neue Taten an: «Wir haben die Kraft, neue Herausforderungen anzunehmen.» (nz)



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