Bislang waren Aktivisten meist nur wenige Stunden festgehalten und dann abgeschoben worden. In einer Mitteilung erklärte die Polizei am Freitag, bei den Festgenommenen handele es sich um eine Person namens «Thomas» und fünf weitere Ausländer, die gegen die «öffentliche Ordnung» verstoßen hätten. Die Organisation Students For a Free Tibet identifizierte sie als sechs US-Bürger, die nicht an Protesten beteiligt gewesen seien, sondern diese nur dokumentiert hätten. Sie waren Dienstag von der Polizei festgenommen worden. Nach insgesamt acht Protesten seien seit dem 6. August 45 Mitglieder der Gruppe in Peking festgenommen und abgeschoben worden.Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz des IOC und des chinesischen Olympia-Organisationskomitees Bocog warf der chinesische Cheforganisator Wang Wei der internationalen Presse am Freitag Vorurteile und mangelnde Kenntnis Chinas vor. Die Kritik an China belege, wie voreingenommen Teile der Medien seien und wie wenig sie China verstünden, sagte Wang. «Die Geschichte wird zeigen, wie korrekt die Entscheidung des IOC war, die Spiele an China zu vergeben.» Die Journalisten sollten «die Wahrheit schreiben». Anlass von Wangs Äußerungen waren Fragen zu Menschenrechtsverletzungen in Tibet. Am Sonntag will der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) Jacques Rogge, seine Bilanz der Spiele ziehen. (nz/AP/dpa)