Festnahmen am chinesischen Wolkenkratzer: 

netzeitung.de«Free Tibet» am olympischen Fernsehzentrum

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Solche Bilder wollte China verhindern: Free Tibet neben Olympia 2008 (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Solche Bilder wollte China verhindern: Free Tibet neben Olympia 2008
Foto: AP
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Es sei ein «glänzendes neues Gebäude» für die chinesische Propaganda, deswegen wollten die Aktivisten dort eine «Botschaft der Wahrheit» senden. Wohin die Polizei sie abführte ist ungewiss.

Ausländische Demonstranten haben am Freitag an einem zentralen Gebäude in Peking ein großes Transparent mit der Aufschrift «Free Tibet» angebracht. Es war die jüngste china-kritische Aktion in einer Serie von nicht genehmigten Protesten bei den Olympischen Spielen. Der Protest vor dem Neubau des chinesischen Staatsfernsehens begann am Morgen um 5.50 Uhr, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete

Die Organisation Studenten für ein Freies Tibet teilte mit, fünf Demonstranten seien von Polizisten festgenommen worden, weil sie am noch im Bau befindlichen Hauptgebäude des chinesischen Fernsehens CCTV das Transparent in sechs Meter Höhe angebracht hätten. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete, die Behörden hätten die Demonstranten aufgefordert, das Land zu verlassen.

«Ausländische Reporter verstehen die Situation nicht«
Das chinesische Olympia-Organisationskomitee BOCOG forderte die Weltpresse auf, den Protesten keine Bühne zu geben. Tibet sei ein «unabtrennbarer Teil Chinas», sagte BOCOG-Generalsekretär Wang Wei. Tibet-Protestaktionen seien in China «nicht willkommen». Olympia-Funktionär Wang sagte: «Ausländische Reporter verstehen die Situation nicht. Sie sollten Demonstranten nicht ermutigen.»

Nach Angaben der Studentengruppe hängten zwei Aktivisten ein Banner mit der Forderung «Befreit Tibet» über den Bauzaun des 234 Meter hohen Fernseh-Wolkenkratzers, an dessen Bau der deutsche Architekt Ole Scheeren maßgeblich beteiligt ist. Der Turm sei ein «glänzendes neues Gebäude» für die Propaganda; die Studenten wollten jedoch eine «Botschaft der Wahrheit» senden, erklärte Lhadon Thetong, Exekutivdirektorin der Gruppe.

Nach ihren Angaben schritt die Polizei nach einer halben Stunde ein. Derzeit sei unklar, wohin die Aktivisten von der Polizei gebracht wurden. Laut Xinhua waren sie mit Touristen-Visa eingereist und sollen abgeschoben werden. Drei von ihnen stammen aus den USA und jeweils einer aus Kanada und Großbritannien. (dpa/AP)