«Free Tibet»-Projektion auf chinesischem Konsulat: 

netzeitung.deIOC lässt Youtube-Video entfernen

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Nicht genehm: Olympische Ringe als Handschellen (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Nicht genehm: Olympische Ringe als Handschellen
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das Olympische Komitee ist mit den Gepflogenheiten seines Gastgeberlandes bestens vertraut - zumindest in dessen Spezialität, der Zensur. Angeblich aus Urheberrechten wurde ein chinakritisches Video gelöscht. Zu Unrecht. Mit Video

«Bestenfalls zweifelhaft» nannte das Internetportal intern.de die urheberrechtlich begründete «Takedown Notification», mit der das Internationale Olympische Komitee von Youtube die Entfernung eines Videos verlangte - und auch erreichte.

Das strittige Video, das zwischenzeitlich nur bei dem Videoportal Vimeo zu sehen war, ist ein Protest gegen die Tibet-Politik von China. Es zeigt unter anderem, wie politische Aktivisten in New York City mit Hilfe von Projektoren ihre Botschaften an die Wand des chinesischen Konsulats projizieren: Unter anderem Panzer auf dem Platz des himmlischen Friedens, verletzte Tibeter und die Forderung «Free Tibet now». Dabei werden auch die Olympischen Ringe in Form von Handschellen gezeigt.

Dieser nach amerikanischem Recht sicher als «faire Nutzung» zu interpretierende Gebrauch des geschützten Markenzeichens war wohl die Ursache für die Forderung nach Entfernung des Videos. Google beziehungsweise Youtube haben es zur Verfahrensregel gemacht, solche Aufforderungen zunächst einmal generell zu befolgen. Erst dann, wenn ein formaler Einspruch des verantwortlichen Youtube-Nutzers erfolgt, kann das Video wieder eingestellt werden. Er muss dazu versichern, keine Rechte Dritter zu verletzen. Das ist offensichtlich geschehen, denn das Video ist wieder bei Youtube online. (nz)

Das umkämpfte Video