17.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Fani Halkia bei der Pressekonferenz in Peking
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In der Disziplin «Des Dopings überführt» liegt das Ursprungsland der Olympischen Spiele inzwischen einsam an der Spitze. Jüngstes «Opfer» der strengen Kontrollen ist Fani Halkia, Titelverteidigerin über 400 Meter Hürden.
Die Griechin Fani Halkia, Titelverteidigerin über 400 m Hürden, ist positiv auf Steroide getestet worden. Wie der griechische Staatsrundfunk am Samstagabend berichtete, musste die Olympiasiegerin von Athen 2004 bereits das olympische Dorf in Peking verlassen und soll nach Griechenland zurückreisen. Die Berichte wurden auch von Funktionären des nationalen griechischen Olympischen Komitees (EOE) bestätigt.
«Ich bin geschockt», sagte Halkia bei einer nächtlichen Pressekonferenz in einem Hotel in Peking, die vom griechischen Radio direkt übertragen wurde. «Ich weiß nicht, was geschehen ist. Ich passe immer auf, was ich einnehme.» Der Schlag sei «sehr schwer». Sie warte nun auf die B-Probe.
«Ich bin geschockt»In der A-Probe fand sich das verbotene Steroid Methyltrienlon, das im Mai und Juni bereits bei dem Schwimmer Ioannis Drymonakos und elf Gewichthebern sowie kurz vor Beginn der Olympischen Spiele beim griechischen Weltklasse-Sprinter Anastasios Gousis entdeckt wurde. Den Trainingstest führte nach neuesten Informationen des staatlichen griechischen Radios die Welt-Antidoping-Agentur (WADA) im Trainingslager der Griechen im japanischen Fukui vor einigen Tagen durch.
Teamsprecher Tassos Papachristou bestätige die positive Probe. Er erklärte, dass die Athletin die Anschuldigungen abstreitet. «Sie sagte, dass sie nichts genommen hat.» (dpa)