11.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Das Lachen dürfte Maria Moreno vergangen sein
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Wie das IOC erst jetzt bekannt gab, wurde bereits vor Beginn der Wettbewerbe die erste Sportlerin in Peking des Dopings überführt. Die Spanierin Maria Moreno muss nun auch um die Teilnahme an den Spielen in vier Jahren fürchten.
Für den ersten Doping-Fall der Olympischen Spiele in Peking hat die spanische Radfahrerin Maria Isabel Moreno gesorgt. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Montag mitteilte, wurde die 27-Jährige auf das Blutdopingmittel EPO getestet. Die Europameisterin von 2003 in Athen war bereits am 31. Juli im olympischen Dorf kontrolliert worden.
Überhastete Flucht aus ChinaMoreno, die sowohl im Straßenrennen als auch im Zeitfahren an den Start gehen wollte, flüchtete noch am gleichen Tag aus China, ohne das Testergebnis abzuwarten. Das ausgewertete Ergebnis der B-Probe bestätigte am Sonntag das EPO-Vergehen. Die Dritte des Giro d'Italia von 2007 gab Angstattacken für ihre schnelle Rückkehr nach Spanien an.
«Es ist sehr überraschend», sagte Jose Maria Bellon, Sprecher des spanischen Nationalen Olympischen Komitees, «und es scheint so, dass bei den Doping-Kontrollen in Spanien nichts gefunden wurde, bevor sie ausreiste.»
Zwei Jahre Sperre wegen Epo-DopingMoreno muss nun nicht nur mit einer zweijährigen Sperre durch den Radsport-Weltverband UCI rechnen, sondern auch mit dem Ausschluss von den Olympischen Spielen 2012 in London. Ein in Peking bestätigter IOC-Beschluss sieht vor, dass Doping-Sünder bei Olympia, die länger als sechs Monate gesperrt wurden, von den nächsten Olympischen Spielen automatisch verbannt werden.
Bei den Athen-Spielen 2004 hat es insgesamt 23 Doping-Fälle gegeben. In Peking werden insgesamt 4500 Kontrollen vorgenommen, 25 Prozent mehr als vor vier Jahren. Die Tests stehen von der Eröffnung des olympischen Dorfes am 27. Juli bis zum 24. August unter der Hoheit des IOC. (dpa)