IOC-Präsident zieht Olympia-Bilanz: Rogge: «Wir haben das Maximum erreicht»31. Dez 2008 13:16  |  IOC-Präsident Jacques Rogge | Foto: dpa |
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IOC-Präsident Jacques Rogge hat seine Politik gegenüber China vor den Olympischen Spielen verteidigt. «Wäre ich auf die Barrikaden gegangen, hätte Peking sehr schlechte Spiele erlebt», so der Belgier.
«Ich finde, wir haben das Maximum erreicht. Die Spiele wären ein Fiasko geworden, wenn wir mit China aggressiv umgegangen wären», sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees in einem Interview der Süddeutschen Zeitung (Mittwoch-Ausgabe).
Das IOC war war vor den Spielen im Zuge der Tibet-Krise mit Störungen des Fackellaufs und einer Internet-Zensur in die Kritik geraten. «Wäre ich auf die Barrikaden gegangen und hätte China agitiert, hätte Peking sehr schlechte Spiele erlebt», stellte Rogge im Nachhinein fest. «Es gab Krisenmanagement.» Rogge weiter: «Was uns überraschte, ist, dass der Protest von Tibetern ausging, die sonst gewaltfrei sind. Aber du änderst die Geschichte nicht, und wir haben eindeutig die blutigen Unruhen unterschätzt.» Peking aber seien «großartige Spiele» gewesen.
2009 wird sich Rogge zur Wiederwahl stellen. «Werde ich wiedergewählt, will ich auf jeden Fall den Wertekatalog der olympischen Bewegung stärken», sagte Rogge mit Blick auf die Doping- Problematik. Rogge verwies auf verstärkte Bemühungen im Kampf gegen Doping in seiner ersten Amtsperiode, stellte aber auch fest: «All das muss weiter gestärkt werden, es kommen definitiv neue Gefahren auf uns zu.» Zweites Anliegen sei für ihn das Schiedsrichterwesen. Auch müsse gegen illegale Wetten vorgegangen werden. (dpa)
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