IAAF-Präsident verteidigt Sprintstar: 

netzeitung.de«Thunder-Bolt» ist sich keiner Schuld bewusst

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Usain Bolt (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Usain Bolt
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Der Streit um die Jubelarien von Sprintstar Usain Bolt nach seinen Olympia-Siegen geht weiter. Der Leichtathletik-Verbandspräsident verteidigt nun den Jamaikaner gegen IOC-Präsident Jacques Rogge.

IAAF-Präsident Lamine Diack hat Sprint-Superstar Usain Bolt gegen die Kritik von IOC-Präsident Jacques Rogge in Schutz genommen. «Nein, dieser Ansicht bin ich nicht», sagte der Chef des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF) aus dem Senegal am Samstag in Peking. Rogge hatte die exzentrischen Jubel-Shows des Jamaikaners nach seinen Olympiasiegen über 100 und 200 Metern («Das macht man nicht») gerügt. Diack ist allerdings auch der Meinung, dass sich Bolt zukünftig etwas mäßigen sollte: «Er wird daraus lernen.»

Der 22-jährige «Thunder-Bolt» will ungeachtet der Kritik seinen Jubel-Stil weiter pflegen. «Ich werde das nicht ändern», sagte Bolt. «Und ich sehe da auch keine Probleme, weil die Zuschauer es mögen, mir zuzuschauen. Ich bleibe wie ich bin, dass ist meine Persönlichkeit.»

Die drei Auftritte von Bolt jeweils in Weltrekordzeit haben Diack begeistert - vor allem sein 200-Meter-Sieg in 19,30 Sekunden. «Solche 200 Meter habe ich nicht erwartet. Es ist nicht die Zeit. Er war fantastisch», sagte der oberste Leichtathletik-Funktionär. «Wir waren privilegiert, dabei sein zu können. Es ist großartig für unseren Sport gewesen.»

Für Diack ist Bolts Leistung bei den Peking-Spielen die bisher größte eines Leichtathleten in der Olympia-Geschichte. Selbst den US-Star Carl Lewis, der 1988 viermal Gold gewann, sieht er nicht auf Augenhöhe mit dem 22 Jahre alten schnellsten Mann der Welt. «Lewis gewann eine Goldmedaille mehr, aber ohne Weltrekorde. Das ist der Unterschied», so Diack. (dpa)