Pressefreiheit in China:
Gewalt und Schikane trotz Olympia
Innerhalb eines Monats habe es allein zehn Zwischenfälle gegeben, in denen Journalisten von der Polizei körperlich bedrängt und geschlagen wurden oder Kameras zerstört wurden - mehr als im Gesamtjahr 2007. Dieser Trend sei «besonders beunruhigend». Seit Januar seien Reporter 152 Mal bei ihrer Arbeit behindert worden - nur leicht unter der Zahl aus dem vergangenen Jahr.
«Die Gewalt gegen Journalisten muss sofort enden und die Behörden sollten weitere Schritte zu mehr Transparenz und Offenheit machen. Für ein positives Erbe der Spiele ist es noch nicht zu spät», erklärte FCCC-Präsident Jonathan Watts.
Es gebe auch Fortschritte, wie die Verfügbarkeit von Funktionären auf dem Olympia-Gelände, die Aufhebung der Blockade einiger Websites sowie olympische Regeln, die offiziell freiere Recherchen erlauben. Gleichzeitig bliebe jedoch Tibet für Journalisten gesperrt und würden weiter Informanten bedroht oder inhaftiert. (dpa)

