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Doping im Springreiten: 

Deutsches Pferd gedopt

21. Aug 2008 09:43, ergänzt 13:35
Bemerkenswert sprunggewaltig: Christian Ahlmann auf Cöster
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Doping beim Reiten. Beim Pferd des deutschen Springreiters Christian Ahlmann wurde die verbotene Substanz Capsaicin nachgewiesen. Auch Norwegens Topreiter Tony Andre Hansen steht unter Verdacht.

Das deutsche Springreiter-Team ist bei den Olympischen Spielen von einem Doping-Fall betroffen. Bei Christian Ahlmanns Pferd Cöster wurde die verbotene Substanz Capsaicin festgestellt, teilte die Deutsche Reiterliche Vereinigung FN am Donnerstag in Hongkong mit.

Sofortige Suspendierung

Der Internationale Verband FEI suspendierte Ahlmann umgehend. Der 33-Jährige aus Marl kann damit nicht am Einzel-Finale der besten 35 Reiter am Donnerstag teilnehmen. Damit werden aus dem deutschen Team nur Meredith Michaels-Beerbaum und Ludger Beerbaum um die Medaillen kämpfen.

Ahlmann gehörte zur deutschen Equipe, die am Montag im Mannschafts-Wettbewerb Fünfte geworden war. Die Probe war einen Tag zuvor genommen worden. Vor dem Abflug zu den Spielen in Hongkong hatte es eine interne Kontrolle der deutschen Olympia-Teilnehmer gegeben. Dabei sind nach Angaben des deutschen Tierarztes Björn Nolting alle Proben negativ gewesen.


Norwegen droht Medaillenverlust

Bei Camiro, dem Pferd des norwegischen Spitzenreiters Tony Andre Hansen, wurde auch Capsaicin gefunden, teilte die Internationale Reiterliche Vereinigung FEI am Donnerstag mit. Die Norweger könnten bei einer Bestätigung des Resultats durch die B-Probe ihre in Hongkong errittene Bronzemedaille an die Schweiz verlieren.

Positiv fielen zudem der Ire Denis Lynch mit Lantinus und Bernardo Alves aus Brasilien mit Chupa Chup auf. Alle vier Reiter wurden suspendiert und durften am Donnerstag am Einzel-Finale nicht mehr teilnehmen. Tony Andre Hansen hatte im Mannschafts-Wettbewerb mit nur einem Strafpunkt das beste Ergebnis aller Reiter erzielt.

Schon nach A-Probe raus

Seit diesen Olympischen Spielen ist eine neue Regelung in Kraft, nach der bereits nach der positiven A-Probe Reiter und Pferd das Turnier verlassen müssen. Die Öffnung der B-Proben wurde für diesen Freitag im «Hong Kong Analytical Laboratory» angesetzt. Capsaicin dient zur besseren Durchblutung.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will sich erst am Freitag zu dem Fall Ahlmann äußern. Der 33-Jährige aus Marl gehörte zur deutschen Equipe, die am Montag im Team-Wettbewerb Fünfte geworden war. Die Probe war einen Tag zuvor genommen worden. «Er will erst eine Stellungnahme abgeben, wenn er sein Umfeld befragt hat», sagte der Delegationsleiter der deutschen Reiter, Reinhard Wendt. Ahlmann hat sich umgehend auf die Rückreise nach Deutschland begeben.

Vor vier Jahren schon deutsches Doping

Vor vier Jahren in Athen hatte die deutsche Mannschaft ihre Goldmedaille im Teamwettbewerb verloren, weil eine Behandlung an Ludger Beerbaums Pferd Goldfever nicht angemeldet worden war. (nz/dpa)

 
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