Abschluss gegen das Dream-Team: 

netzeitung.deLehrstunde für Nowitzki & Co.

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Zu stark, auch für Dirk Nowitzki (r.): LeBron James vom "DreamTeam" (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Zu stark, auch für Dirk Nowitzki (r.): LeBron James vom "DreamTeam"
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mit einer deftigen Pleite endete der Olympiaausflug der deutschen Basketballer - das «Team USA» hatte am Ende satte 50 Punkte Vorsprung. Nun droht die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann zu zerfallen.

Debakel beim Abschiedsspiel der «silbernen Basketball-Generation» um Dirk Nowitzki: Gegen den großen Favoriten «Team USA» konnten die Korbjäger nur staunen und verloren klar mit 57:106 (29:53). Die deutsche Nationalmannschaft, die bei der WM 2002 Bronze und der EM 2005 Silber gewonnen hatte, spielte am Montag zum letzten Mal in dieser Besetzung zusammen. Kapitän Patrick Femerling und Aufbauspieler Pascal Roller haben ihre internationale Karriere mit dem letzten deutschen Auftritt beim Olympiaturnier beendet. Auch der in Amerika zum Topstar gereifte Nowitzki war in Peking vielleicht zum letzten Mal für sein Heimatland am Ball. Hinter der Zukunft einiger anderer Akteuren im Nationaltrikot stehen ebenfalls Fragezeichen.

Gegen das mit Superstars der NBA gespickte US-Team um Dwight Howard (22), LeBrown James (18) und Kobe Byrant (13) erzielte Nowitzki in seinem fünften und letzten Vorrundenspiel bei Olympia 14 Punkte. Dem 30-Jährigen gelangen damit in 127 Länderspielen 2679 Punkte für Deutschland. Ohne Nowitzki, der sich mit der Olympiateilnahme einen seiner beiden großen Träume erfüllt hat, deshalb eine Auszeit nehmen und in der NBA mit den Dallas Mavericks sein Meisterstück machen will, wird es ganz, ganz schwer. Auch mit ihm gab es in China nur einen Sieg gegen Afrikas Rekordmeister Angola.

Neuaufbau beim DBB
Bundestrainer Dirk Bauermann, der sich langfristig an den Verband gebunden hat, hofft jedoch nach dem ersten Olympiaauftritt der deutschen Korbjäger seit 16 Jahren auf eine positive Entwicklung. «Dass wir hier dabei waren, war für unsere Sportart ganz wichtig, um zu zeigen, dass der Basketball in Deutschland eine Zukunft hat», sagte er und kündigte an: «Jetzt werden wir mit den Spielern sprechen, über ihre Ziele und über die Perspektive der Nationalmannschaft.»

Als Dankeschön für alles hatte Bauermann Rekordnationalspieler Femerling in die Startformation beordert. Mit einem Dunking zum 9:23 donnerte sich Nowitzki den Frust aus dem Leib. Erst kurz vor der Pause kamen die über weite Strecken ihr Glück mit einer Zonenverteidigung suchenden Deutschen etwas besser ins Spiel. Auch nach dem Wechsel konnte das DBB-Team das Geschehen einigermaßen erträglich gestalten. 3:32 Minuten vor Ende des dritten Viertels ging Nowitzki, winkte ins Publikum und wurde gefeiert. Alles wartete auf seine Rückkehr, doch es sah danach aus, als ob Bauermann den Neubeginn einleiten wollte.

Gute Perspektive
Der Coach will künftig Nowitzki, der sich im Frühling zu seiner Zukunft im Nationalteam erklären will, alle Freiheiten geben. Der 30 Jahre alte Superstar und sein NBA-Kollege Chris Kaman kämen als Leitwölfe einer neuen Mannschaft gerade recht. «Wir haben mehr als eine Handvoll von jungen Spielern, die europäische Perspektive haben», sagte Bauermann. «Wir haben eine gute Generation bei den 18- bis 20-Jährigen, von denen ich mir sehr viel verspreche.» (dpa)