12. August 2004: Doping-Kontrolleure wollen die griechischen Sprinter Kostas Kenteris und Ekaterina Thanou unmittelbar nach ihrer Ankunft im Olympischen Dorf von Athen testen. Beide sind in der gestellten Zwei-Stunden-Frist unauffindbar. 13. August 2004: Der Olympiasieger und die Europameisterin täuschen einen Motorradunfall vor und entziehen sich weiterer Doping-Tests durch den Aufenthalt in einem Athener Krankenhaus.
18. August 2004: Nach Kenteris hat auch die des Dopings verdächtige Thanou ihren Rückzug von den Spielen in Athen bekanntgegeben. Beide haben dem IOC ihre Akkreditierung zurückgegeben.
18. März 2005: Der griechische Leichtathletik-Verband (SEGAS) spricht Kenteris/Thanou vom Vorwurf des Dopings frei. Es habe nicht der Nachweis erbracht werden können, dass die beiden von den Doping- Kontrolleuren vor den Athen-Spielen regelgerecht zum Test bestellt worden waren.
27. Mai 2005: Der Leichtathletik-Weltverband IAAF legt beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Berufung gegen den Freispruch für die beiden Athleten durch den griechischen Verband ein.
14. Februar 2006: Im Fall Kenteris/Thanou zieht sich der Vorsitzende CAS-Richter aus dem Verfahren zurück. Richter Yves Fortier begründet den überraschenden Schritt mit fortwährenden Angriffen der Athleten und des griechischen Verbandes gegen ihn.
03. Februar 2007: Thanou gibt ihr Comeback nach zweijähriger Doping- Sperre bei einem Hallen-Meeting in Athen.
31. März 2008: Nach dem Doping-Bekenntnis von US-Sprinterin Marion Jones wird Thanou von der IAAF nachträglich die 100-Meter- Silbermedaille von der Weltmeisterschaft 2001 in Edmonton zuerkannt. Die Griechin war im Sprint Dritte geworden.
14. Juli 2008: Bei einem Meeting auf Kreta erfüllt Thanou die Olympia-Norm über 100 Meter in 11,39 Sekunden und wird vom Nationalen Olympischen Komitee Griechenlands für die Peking-Spiele gemeldet.
10. August 2008: Das IOC verweigert Thanou die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking. Die Disziplinarkommission des IOC begründet dies damit, dass sie die olympische Bewegung mit ihrem Verhalten in Misskredit gebracht habe. (nz/dpa)