15. Jun 2008 12:36
Der beidseitig unterschenkelamputierte 400-Meter-Läufer hat die Olympia-Qualifikation in Berlin um mehr als drei Sekunden verpasst. Seiner Zuversicht tut dies allerdings keinen Abbruch, zur Not will der Südafrikaner 2012 in London antreten.
Pistorius, dem schon mit 17 Monaten nach Geburtsschäden Teile beider Unterschenkel amputiert werden mussten, sprintet jetzt auf Hightech-Karbonprothesen. Nach einem zwischenzeitlichen Startverbot durch den Weltverband IAAF hatte er vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas sein formales Teilnahmerecht an den Meetings der Nichtbehinderten und auch bei Olympia erkämpft. Allerdings muss auch Pistorius die Richtzeit der IAAF erfüllen. In Berlin war er davon noch weit entfernt. «Aber das ist angesichts des aktuellen Formaufbaus auch normal», sagte er nach dem Rennen über die Stadionrunde, das er im offenen Finale der verschiedenen Startklassen klar gewann. «Das Unternehmen Olympia ist nur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Und wenn ich es 2008 nicht schaffe, dann will ich auf jeden Fall 2012 dabei sein», bekräftigte der Südafrikaner, dessen Bestzeit bei 46,34 Sekunden liegt. Nach Peking (8. bis 24. August 2008) finden die nächsten Olympischen Spiele 2012 in London statt. (dpa)