22.02.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Snowboarder Ebner verpasst Finale hauchdünn
0,07 Sekunden fehlten Snowboarder Markus Ebner zum Einzug ins Finale. Der zweite deutsche Starter verfehlte ebenfalls die Runde der letzten 16.
Die deutschen Snowboarder haben bei den Olympischen Winterspielen den Einzug ins Finale des Parallel-Riesenslaloms knapp verpasst. Markus Ebner aus Ingolstadt kam am Mittwoch in 1:12,22 Minuten überraschend nur auf Platz 17 und fuhr um 0,07 Sekunden am Finale der besten 16 vorbei. Patrick Bussler aus Lenggries rangierte nach Qualifikations- und Eliminationslauf in Bardonecchia in 1:12,54 Minuten auf Rang 19.
Drei Schweizer führenVor dem Finale am Nachmittag liegen drei Schweizer auf den ersten drei Plätzen. Der Gesamtweltcup-Führende Simon Schoch (1:09,38 Minuten) führt vor seinem Bruder Philipp Schoch (1:09,83), der vor vier Jahren in Salt Lake City die Goldmedaille gewann. Dritter ist ihr Teamkollege Heinz Inninger (1:09,96). Mitfavorit Jasey Jay Anderson (1:12,75) landete hingegen noch hinter Bussler auf Platz 20. Der Kanadier war schon im Snowboardcross mit Platz fünf unter den Erwartungen geblieben.
Ebner hatte Platz acht als Ziel ausgegeben, erreichte aber beim Saisonhöhepunkt sein schwächstes Resultat. «Olympia liegt mir nicht. In Salt Lake City ist es mir auch schon so gegangen», sagte der 35- Jährige, der seine Karriere beenden will. 2002 hatte Ebner als 18. das Finale ebenfalls verpasst. Bundestrainer Uwe Beier sieht für seinen Fahrer keine Möglichkeit mehr, in die Weltspitze einzugreifen. «Die Schochs haben konstant zugelegt, Markus konstant abgebaut. Als Hobbyfahrer hat man keine Chance.» (nz)