Sachenbacher besteht Bluttest
Das Ergebnis der am vergangenen Freitag vorgenommenen Dopingprobe lag bis zum Montagnachmittag allerdings noch nicht vor. «Die wird wie alle anderen zuvor negativ ausfallen», erklärte der ebenfalls erleichterte Bundestrainer Jochen Behle. Der Coach wollte deshalb auch nicht so schnell zur Tagesordnung übergehen. «Ich kann die Sache nach wie vor nicht nachvollziehen», kritisierte er nochmals die vom Internationalen Skiverband (FIS) verhängte Zwangspause, durch die Sachenbacher-Stehle ihre Medaillenchance in der Doppelverfolgung eingebüßt hatte.
Am Montag war die zierliche Bayerin um 13.02 Uhr zur Blutabnahme gegangen, 17 Minuten später kam sie strahlend wieder heraus. «Jetzt freue ich mich, dass die Olympischen Winterspiele für mich losgehen. Bisher war es ja nicht so toll. Das verlorene Rennen kann mir keiner zurückgeben», sagte Sachenbacher-Stehle. Am Dienstag wird sie an der Seite von Viola Bauer (Oberwiesenthal) laufen. Die Damen müssen in dem erstmals im Olympia-Programm stehenden Wettbewerb sechs Mal die 1,2-Kilometer-Distanz bewältigen.
Das konnte nach den Tiefschlägen der vergangenen Tage mit dem Ausfall von Axel Teichmann und dem schwachen Auftritt in der Doppelverfolgung am Montag weitere positive Nachrichten vermelden. René Sommerfeldt ist von einem Magen-Darm-Virus genesen, Franz Göring hat seine Erkältung auskuriert und auch Nicole Fessel ist nach fiebriger Erkrankung wieder fit. Deshalb setzt Behle für die weiteren Wettkämpfe auf Angriff: «Wir müssen jetzt nach vorn sehen. Wenn es mit einer Medaille im Team-Sprint klappen würde, wären alle Diskussionen vom Tisch. Nach all den Hiobsbotschaften mit Sperren, Verletzungen und Erkrankungen wäre das Balsam für die Seele.»
(nz)
