11.02.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Sachenbacher-Stehle kann noch hoffen
Der oberste FIS-Mediziner Saltin hat die Schutzsperre gegen die DSV-Kritik erst einmal verteidigt. Zur Stunde läuft vor dem CAS die Anhörung im Fall Sachenbacher-Stehle. Bilderschau: Bilderschau von der Eröffnungsfeier ...
Der Vorsitzende der Medizinische Kommission des Ski-Weltverbandes FIS, Bengt Saltin, hat die deutsche Kritik an den Schutzsperren zurückgewiesen. «Auf lange Sicht ist die Schutzsperre gut für den Sport und die Athleten», sagte der Schwede der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».
«Ich habe das Gefühl, dass die Deutschen mit dieser Haltung ziemlich allein stehen.» Deutsche Mannschaftsärzte hatten im Zuge des Falls der Langläuferin Evi Sachenbacher-Stehle in Turin die Schutzsperre bei einem unerlaubt erhöhten Hämoglobinwert in Frage gestellt. Der Deutsche Skiverband (DSV) hatte daraufhin die Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) angerufen. Mannschaftsarzt Ernst Jakob vertritt den DSV bei der Anhörung am Samstag.
Eine Entscheidung des dreiköpfigen Gremiums wird bis 15 Uhr erwartet. Gegen das Urteil der Ad-hoc-Kommission ist prinzipiell kein Widerspruch möglich. Lediglich bei Verfahrensfehlern oder einer Parteilichkeit eines oder mehrerer Richter kann vor dem Schweizer Bundesgericht Widerspruch eingelegt werden.
(nz)