Italien schimpft: «Rocca verdammt nochmal»
26.02.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Weit über 14.000 Fans waren nach Sestriere gekommen, um ihren Giorgio siegen zu sehen. Nach nur 35 Sekunden riss der mit Startnummer eins ins Rennen gegangene Rocca mit seinem Sturz im ersten Durchgang sein Land aus allen Gold-Träumen. Die Sprechchöre verstummten, die Fahnen und Spruchbänder wurden eingerollt. «Addio - ein Albtraum», schrieb die «La Repubblica».
Der bereits zum Nachfolger des legendären Tomba hochgejubelte Rocca verfolgte die Siegesfahrt des Österreichers Benjamin Raich im zweiten Durchgang gemeinsam mit seinen Fans und der Familie von der Tribüne aus. «Es tut mir leid für ihn, der Druck war einfach zu groß», sagte Tomba. Fünf Slalomsiege hatte Rocca in dieser Weltcupsaison eingefahren, im «Rennen seines Lebens» aber versagte er.
Italien blieb damit zum ersten Mal seit 26 Jahren bei Olympischen Spielen ohne alpine Medaille. «Das ist mein schwärzester Tag», sagte Nationaltrainer Flavio Roda. «Stunde Null - Jetzt muss einer zurücktreten», forderte die «La Gazzetta dello Sport» Konsequenzen. (nz)

