netzeitung.deNur noch eine Chance für US-Star Miller

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Bode Miller (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bode Miller
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Für die US-Stars Bode Miller und Daron Rahlves waren es bisher keine erfolgreichen Winterspiele. Und nur Miller könnte dies noch ein wenig ändern.

Die Luxus-Wohnmobile von Bode Miller und Daron Rahlves werden streng bewacht, doch Olympia-Medaillen müssen die Carabinieri nicht behüten. Die beiden Ski-Stars aus den USA sind auf den Pisten um Sestriere zu den großen Verlierern der Winterspiele geworden. «Das war definitiv nicht das, was wir wollten», sagte US- Alpin-Chef Jesse Hunt. Während Miller im Slalom am Samstagabend noch eine letzte Chance hat, ist für den die schnellen Disziplinen liebenden Rahlves schon alles vorbei. Nach der Saison wird er seine Karriere ohne olympisches Edelmetall beenden.

Rahlves enttäuscht
«Ich habe schwer daran zu knabbern, dass dies mein letzter Lauf bei Olympia war. Er ist enttäuschend an drei Olympischen Spielen teilgenommen zu haben, und keine Medaille gewonnen zu haben», sagte der Mann vom Sugar Bowl Ski Team, der mit Frau Michelle und seinem extra mit einer Olympia-Akkreditierung ausgestattetem Huskie in seinem direkt neben dem Olympischen Dorf abgestellten Fünf-Sterne- Wohnmobil residiert.

Vor allem in der Abfahrt war der 32-Jährige nach drei Weltcup- Siegen im Olympia-Winter als Favorit gehandelt worden. Doch beim Überraschungssieg des Franzosen Antoine Deneriaz fuhr er als Zehnter hinterher. Im Super-G wurde Rahlves nur Neunter und im Riesenslalom schied er aus. «Er hat nicht das geschafft, was er sich vorgenommen hat», sagte Hunt.

Miller hat noch eine Chance
US-Sorgenkind Miller hat wenigstens noch eine weitere Chance. Der Gesamtweltcup-Sieger sucht seine verlorene Form noch im Nachtslalom am Samstag. In Salt Lake City vor vier Jahren war der damals aufstrebende US-Star mit zwei Silbermedaillen im Riesenslalom und in der Kombination dekoriert worden. Bei den Turin-Spielen startete der 28-Jährige mit Platz fünf in der Abfahrt. Beim Sensationssieg seines Landsmanns Ted Ligety in der Kombination wurde er in Führung liegend nach einem Einfädler disqualifiziert. Im Riesenslalom reichte es nur zu einem fantastischen zweiten Lauf und Platz fünf.

«Die anderen wollen, dass ich eine Medaille gewinne. Ich will nur Spaß haben», sagt Miller, der in den letzten Monaten mit umstrittenen Äußerungen für die Doping-Freigabe und zu Alkoholkonsum bei Skirennen für Aufsehen sorgte. Wenn Miller in Sestriere nicht seine schon legendären wilden Partys in einer Nobeldisco feiert, zieht er sich zurück. «Das Leben in meinem Wohnmobil hat mich in den letzten drei Jahren gerettet, weil ich es so geschafft habe, ein normales Leben zu führen.» (nz)