netzeitung.deRienda und Pärson zeitgleich

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Maria Jose Rienda Contreras (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Maria Jose Rienda Contreras
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Beim Riesenslalom in Ofterschwang konnten sich gleich zwei Läuferinnen als Sieger feiern lassen. Aus deutscher Sicht sorgte Kathrin Hölzl für eine Überraschung.

Die Spanierin Maria Rienda Contreras und Anja Pärson aus Schweden haben sich den Sieg beim zweiten Riesenslalom-Weltcup in Ofterschwang geteilt. Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) bescherte den gebeutelten deutschen Skirennläuferinnen wenigstens ein kleines Erfolgserlebnis. Die 21-Jährige überraschte als Zwölfte und schaffte damit ihr bestes Weltcup-Resultat. «Das ist super. Das gibt mir schon einen Aufschwung», sagte Hölzl. Obwohl sie die halbe Norm für die Olympischen Winterspiele geschafft hat, bleibt Turin für Hölzl wohl ein Traum.

«Wir sind zwar froh um jede Läuferin, aber der Nominierungsschluss ist vorbei. Und ohne ganz erfüllte Kriterien geht beim NOK gar nichts», sagte Cheftrainer Wolfgang Maier, der am Freitag noch das verletzungsbedingte Olympia-Aus von Anja Blieninger verdauen musste.

Ertl-Renz setzt auf Turin
Maria Rienda Contreras lag auch 24 Stunden nach ihrem Erfolg vom Freitag vorn. Bei 2:22,18 Minuten stoppte die Uhr auch für Anja Pärson. Julia Mancuso (USA) auf Platz drei hatte 0,09 Sekunden Rückstand. Martina Ertl-Renz (Lenggries) lag als 19. 2,88 Sekunden hinter dem Siegerduo zurück und blieb damit in ihrem Leistungstief. «Im Sport kann man nichts planen. Ich schaue nach Turin, da habe ich nichts zu verlieren», sagte die 32-Jährige. Für Cheftrainer Maier waren die Ergebnisse des Heimrennens bereits vor dem Slalom an diesem Sonntag «durchwachsen». Hölzls 12. Platz überraschte jedoch auch Maier, der ihr «sehr viel Potenzial» bescheinigt. Doch aus pädagogisch-disziplinarischen Gründen musste Hölzl sich erst im Europacup bewähren.
Pärson holt weiter auf
Janica Kostelic (Kroatien) verpasste als 41. den Finallauf. Die dreimalige Olympiasiegerin von 2002 war mit Fieber und einer Knieblessur nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Im Gesamtweltcup schmolz ihr Vorsprung weiter zusammen. Titelverteidigerin Anja Pärson (Schweden) rückte mit 1121 Punkten bis auf 161 Zähler an Kostelic (1282) heran. Im Riesenslalom-Weltcup behielt Pärson mit 505 Punkten ihre Führung vor der nun zweitplatzierten Rienda Contreras (405).

Annemarie Gerg (Lenggries) und Carolin Fernsebner (Ramsau) waren im ersten Lauf mit guten Zwischenzeit unterwegs, schieden dann aber aus. «Die beiden haben etwas riskiert. Besser so, als mutlos im Gelände herumfahren», sagte Maier. Nicht am Start war Petra Haltmayr. Die Rettenbergerin zog sich einen grippalen Infekt mit starken Halsschmerzen zu. «Ich musste schweren Herzens absagen. Aber so kurz vor Olympia will ich natürlich nichts riskieren», sagte die 30-Jährige.

Absage in Chamonix
Die Herren-Abfahrt in Chamonix/Frankreich wurde wegen Nebels abgesagt. Das vorletzte Saisonrennen in der alpinen Königsdisziplin wird nicht nachgeholt, so dass nur noch ein Abfahrts-Rennen beim Saisonfinale Mitte März im schwedischen Are auf dem Weltcup-Programm steht. (nz)