Beckmann will Schwimm-Staffeln fördern
22.08.2004
Herausgeber: netzeitung.de
DSV-Cheftrainer Ralf Beckmann.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Ralf Beckmann will im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2008 neue Schwerpunkte setzen. Der Cheftrainer des Deutschen Schwimm-Verbandes hat ein Staffel-Projekt angekündigt.
Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) möchte in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2008 in Peking neue Wege einschlagen. Dies gab DSV-Cheftrainer und Sportdirektor Ralf Beckmann nach Abschluss der olympischen Schwimm-Wettbewerbe in Athen bekannt. Demnach möchte der Coach ein spezielles «Staffel-Projekt» ins Leben rufen. «Wir wollen in Peking mit sechs Staffeln sechs Medaillen gewinnen. Wir werden neben der Individualförderung ganz gezielt Staffelteams aufbauen», sagte Beckmann und kündigte daneben eine Erweiterung des Trainerstabes an: «Wir müssen junge Trainer aufbauen, die auch unbequeme Fragen stellen.»
Vorbereitung mit Ex-DDR-Schwimmer MatthesZur Förderung der internationalen Konkurrenzfähigkeit will der DSV bis 2008 auch eine Verbesserung der leistungsdiagnostischen Voraussetzungen in Angriff nehmen. Nach den Olympischen Spielen wird Beckmann «mit den deutschen Trainern die Spiele analysieren und auf der DSV-Trainertagung im Oktober den olympischen Weg nach Peking festlegen». Der Sportdirektor plant, auch den früheren DDR-Starschwimmer Roland Matthes in die Vorbereitungen auf Peking einzubeziehen. Beckmann zeigte sich mit den Athener Resultaten nicht zufrieden und bedauerte, «dass wir mit Franziska van Almsick und Hannah Stockbauer die Big Points nicht gemacht haben». Immerhin seien 37 Zeiten besser als die bei den deutschen Meisterschaften erzielten.
Deutliche Steigerung am EndeZugleich verteidigte Beckmann nochmals die hohe Zielsetzung für Athen: «Wenn man im Spitzensport etwas erreichen will, muss man wissen, wie die Ziele aussehen.» DSV-Präsidentin Christa Thiel sagte bilanzierend: «Wir haben nicht durchgehend die Ergebnisse erreicht, die wir erreichen wollten, aber nach den Super-Resultaten der Lagenstaffeln am Samstag haben wir keinen Grund, Trauer zu tragen. Wir sind nicht gut gestartet, haben uns aber bis zum Ende der Wettbewerbe deutlich gesteigert.» (nz)