26.08.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Tobias Unger musste auf der ungeliebten Innenbahn laufen.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Im olympischen 200-Meter-Sprint haben sich drei US-amerikanische Athleten in die Medaillen geteilt. Tobias Unger aus Kornwestheim lief auf Rang sieben.
Der Kornwestheimer Tobias Unger ist beim Olympiasieg des US-Amerikaners Shawn Crawford über 200 Meter Siebter geworden. Der deutscher Meister blieb in 20,64 Sekunden 34 Hundertstel über seiner Bestleistung, während der Goldmedaillengewinner in 19,79 seine Weltjahresbestzeit um 9 Hundertstel verbesserte.
Silber und Bronze gingen an Bernard Williams und 100-Meter-Olympiasieger Justin Gatlin, die den Dreifach-Erfolg für die USA perfekt machten.
Sebastian Ernst aus Gelsenkirchen war im Halbfinale ausgeschieden, der Wattenscheider Alexander Kosenkow bereits im Zwischenlauf gescheitert.
Pfeifkonzert und StartverzögerungVor dem Finale sorgten die griechischen Fans im mit 74.000 Zuschauern gefüllten Athener Olympiastadion für einen Eklat. Mit einem gellenden Pfeifkonzert und «Hellas, Hellas»-Sprechchören verzögerten die Anhänger des unter Dopingverdacht stehenden griechischen Sprintstars Kostas Kenteris den Start um etwa zehn Minuten. Mehrfach mussten die Läufer wegen des für einen regulären Start zu hohen Lärmpegels aus den Blöcken. Erst nach einem zwischenzeitlichen Fehlstart wurde das Rennen gestartet.
Kenteris war 2000 in Sydney Olympiasieger über diese Distanz geworden und hatte in den Jahren danach auch WM- und EM-Gold gewonnen. Auch während der anschließenden Siegerehrung im Männer-Weitsprung, in dem es einen amerikanischen Doppelsieg durch Dwight Phillips und John Moffitt gegeben hatte, waren noch vereinzelte Pfiffe zu hören. (nz)