DaimlerChrysler könnte von Mitsubishi Geld für Fuso zurückverlangen
08.06.2004
Herausgeber: netzeitung.de
DaimlerChrysler hatte im März mit 65 Prozent die Mehrheit bei Fuso erworben und berief sich bei den Rückforderungen auf entsprechende Klauseln im Kaufvertrag. Der Voreigner MMC blieb mit 20 Prozent am Unternehmen beteiligt.
Kurz nach der Fuso-Mehrheitsübernahme kündigte DaimlerChrysler an, nicht an der bevorstehenden Kapitalerhöhung bei MMC teilzuhaben. Der Autohersteller steckt unter anderem wegen Absatzschwierigkeiten in den USA, die von angeblichen Qualitätsprobleme herrühren, in der Krise. Der deutsch-amerikanische Konzern schloss zugleich weitere finanzielle Unterstützung für die mit gut einer Billiarde Yen (gut 7,4 Milliarden Euro) verschuldete MMC kategorisch aus.
Auch wenn der Anteil von DaimlerChrysler am japanischen Hersteller durch die Ausgabe neuer Aktien von 37 auf 22 bis 23 Prozent fallen wird, sollen bestehende Partnerschaften fortgeführt werden.
Allein die Konzernteile Mitsubishi Heavy Industries, Mitsubishi Corporation und The Bank of Tokyo Mitsubishi erhielten neue Papiere im Wert von jeweils 40 Milliarden Euro, hieß es weiter. Das Unternehmen werde die Erlöse zum Schuldenabbau einsetzen. (nz)

