Hockey-Männer erringen Bronze
Sascha Reinelt (22. ), Eike Duckwitz (45.), Björn Emmerling (49.) und Björn Michel mit dem «Golden Goal» in der Verlängerung erzielten die Tore für die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB), die 1972 in München sowie 1992 in Barcelona Olympia-Gold geholt hatte. Die Spanier scheiterten dagegen bei dem Versuch, sich für die Niederlage im EM-Finale 2003 zu revanchieren.
Olympiasieger wurden zum ersten Mal die Australier. Sie bezwangen im Finale die Niederlande durch ein «Golden Goal» mit 2:1 (1:1, 0:1) nach Verlängerung und verhinderte damit den Hattrick, die schon 1996 in Atlanta und vor vier Jahren in Sydney erfolgreich war.
Im anschließenden Finale stehen sich die Niederlande und Australien gegenüber.
Die Partie war das letzte Spiel einer Erfolgsgeneration im deutschen Hockey, für die es bei Olympischen Spielen nie zum ganz großen Erfolg gereicht hat. Weltmeister 2002, Europameister 1999 und 2003 ist das Team geworden, aus dem nun zahlreiche Leistungsträger wie Kapitän Florian Kunz, Björn Michel, Clemens Arnold, Christoph Eimer und Christoph Bechmann ihre internationale Karriere beenden werden.
Nach dem Halbfinal-Aus am Mittwoch gegen die Niederlande hatten die deutschen Spieler versucht, sich für das Verlierer-Finale noch einmal zu motivieren. «Wir müssen begreifen, dass auch Bronze ein erstrebenswertes Ziel ist», sagte der Stuttgarter Sascha Reinelt.
Reinelt war es, der in der 22. Minute mit seinem Führungstor den Bann brach. Er wurde mit einem langen Pass halblinks angespielt und ließ Herrera mit einer Körpertäuschung aussteigen. Seinen Schuss konnte Verteidiger Rodrigo Garza, behindert von Björn Michel, nicht mehr vor der Torlinie stoppen. Zehn Minuten später kamen die Spanier bereits zum Ausgleich.
Bei einem Zweikampf im deutschen Schusskreis wollte der dänische Schiedsrichter Hendrik Ehlers ein Foul von Christoph Eimer an Santiago Freixa gesehen haben, die heftigen deutschen Proteste ließen ihn unbeeindruckt. Freixa selbst verwandelte den Siebenmeter.
Kurz nach Wiederbeginn parierte Torwart Clemens Arnold einen Schuss von Tubau reaktionsschnell, der Spanier stürzte anschließend über den deutschen Keeper und behinderte ihn dabei. Dennoch gab es auch diesmal Siebenmeter für die Iberer. Anschließend überschlugen sich die Ereignisse mit drei Toren in vier Minuten zum 3:3, mehr Treffer fielen in der regulären Spielzeit nicht. (nz)
