Hockey-Frauen gelingt Olympia-Sensation
Als Außenseiter waren sie in das Turnier gestartet und hatten als Ziel die Rückkehr in die Weltspitze angegeben. Bereits das Erreichen des Finales nach einem 4:3-Sieg über China nach Siebenmeterschießen war eine Überraschung gewesen.
«Es ist unglaublich, dass ich in meinem letzten internationalen Spiel so etwas noch erleben durfte», sagte die Rüsselsheimerin Denise Klecker. Sie und das Team hatten am Donnerstagabend das nötige Quentchen Glück. So traf die Braunschweigerin Kühn bereits mit der ersten Strafecke flach rechts unhaltbar für Torfrau Clarinda Sinnige. Die Holländerinnen mussten nun ihren Druck und das Pressing noch verstärken und setzten sich teilweise minutenlang in der deutschen Hälfte fest.
Beim zweiten Konter mit dem zweiten Torschuss erhöhte Gude nach hervorragender Vorarbeit von Silke Müller aus Rüsselsheim freistehend zum 2:0. In der 28. Minute hatten die Hölländerinen Glück, als Nadine Ernsting-Krienke im Schusskreis auftauchte und von Torfrau Sinnige zu Fall gebracht wurde. Der mögliche Siebenmeterpfiff blieb aber aus.
Nach der Pause erhöhten die Favoritinnen den Druck und kamen bei der vierten Strafecke zum frühen Anschlusstreffer. Entlastung gab es kaum noch, Angriff um Angriff rollte auf das deutsche Tor. Doch die Abwehr hielt dem Druck stand, und der Jubel nach dem Schlusspfiff war schier grenzenlos.
Für den Deutschen Hockey-Bund (DHB) war es das insgesamt dritte Olympiagold seiner Geschichte. Zuvor hatte lediglich das Herren-Team 1972 und 1992 einen Olympiasieg errungen. (nz)
