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Lupe Bahamas führen «wahren» Medaillenspiegel an

Vergleicht man die von einem Land bei den Olympischen Spielen gewonnenen Goldmedaillen mit der jeweiligen Einwohnerzahl, so liegen die Bahamas weit voran. Deutschland findet sich hier nur im Mittelfeld wieder.

Jedes Mal nach Olympischen Spielen ist eine nette Spielerei, die Anzahl der pro Land gewonnenen Goldmedaillen im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl zu betrachten. Auch wenn das Ergebnis inzwischen absehbar ist: Die Top-Position ist in schöner Regelmäßigkeit einem Staat aus der Karibik vorbehalten. Diesmal sind es die Bahamas, die bei rund 300.000 Einwohnern mit einer Goldmedaille ganz weit vorne liegen. Im offiziellen Medaillenspiegel findet sich das Land nur auf Position 52 wieder.

Platz zwei und drei in der «wahren» Wertung gehen an große Sportnationen. Norwegen mit etwas über 4,5 Millionen Einwohnern und fünf Mal Gold (macht ein Verhältnis von 914.912 Einwohner pro Goldmedaille) verweist Australien auf Rang drei. Bei knapp 20 Millionen Einwohnern beträgt hier das Verhältnis 1:1.171.361. In der offiziellen Medaillenwertung rangiert Australien auf Rang vier, Norwegen nimmt Platz 16 ein.

Deutschland liegt hier zwar auf Rang 6. In der Gewichtung der Bevölkerungszahl reicht es freilich nur zu Position 26. Bei 82,5 Millionen Einwohnern und 14 Mal Gold beträgt das Verhältnis also 1:5.887.472. Was immer noch besser ist als die USA (34.) oder China (53.), die beiden führenden Nationen im Medaillenspiegel. (nz)