08.09.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Pechvogel: Robert Enke
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Ein «allgemeiner Infekt» verhindert den Einsatz von Torhüter Robert Enke im WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan. Erfreuliche Nachrichten gibt es derweil von Mario Gomez.
Robert Enke bleibt auf dem Weg zur WM der große Pechvogel in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Ein Infekt verhindert den fest eingeplanten Einsatz des Torwarts im Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF) in seiner Heimatstadt Hannover. «Ich bin maßlos enttäuscht, aber ich habe nicht das Gefühl, voll einsatzfähig zu sein. Mit diesem Risiko kann ich nicht in ein WM-Qualifikationsspiel gehen», erklärte Enke am Montagabend.
Statt sich im brisanten Torhüter-Vierkampf als Nummer 1 präsentieren zu können, musste der 32-Jährige aus dem DFB-Lager abreisen. «Es tut uns leid für Robert. Er hat einen allgemeinen Infekt. Wenn er geschwächt ist, macht es keinen Sinn, ihn ins Tor zu stellen», sagte Teammanager Oliver Bierhoff. Er schloss eine Erkrankung an der Schweinegrippe aus. «Da braucht man keine Hysterie zu betreiben.»
Neuer bleibt auf der BankAm Dienstag erklärte Bundestrainer Joachim Löw, dass der beim 2:0 gegen Südafrika überragend haltende Leverkusener René Adler erneut im Tor stehen wird, der Schalker Manuel Neuer bleibt erneut nur der Platz auf der Bank. «Dass wir kein Problem auf der Torhüterposition haben, ist klar», sagte Bierhoff. Löw hatte nach einem Gespräch mit Enke entschieden, dass ein Verbleib bei der Mannschaft keinen Sinn mache. «Robert hatte sich sehr auf das Heimspiel in Hannover gefreut. Er wollte seine erarbeitete Position bestätigen», sagte Bierhoff.
Nach Absprache mit den Ärzten begab sich Enke zu weiteren Untersuchungen nach Hannover. Der achtfache Nationalspieler hatte wegen einer Grippe bereits in der vergangenen Woche nicht am Ausdauertest der DFB-Auswahl teilnehmen können.
Gomez wieder im TrainingDie Torwart-Frage für Südafrika 2010 gewinnt damit wieder an neuer Dynamik. Enke hatte eine Einsatzgarantie für die drei verbliebenen Qualifikationsspiele erhalten. Im Oktober 2008 zog er sich kurz vor dem Russland-Hinspiel einen Kahnbeinbruch zu - und wurde von Adler hervorragend vertreten.
Mario Gomez konnte am Montagabend hingegen wieder am Training teilnehmen. Der Bayern-Angreifer leidet seit Sonntag an Schmerzen am rechten Knie. «Mario geht es viel besser. Er hat noch leichte Beschwerden. Aber es gibt eine deutliche Besserung», hieß es am Montag aus der medizinischen Abteilung. Sollte Gomez doch nicht rechtzeitig einsatzfähig sein, wäre die Rückkehr von Miroslav Klose in die wohl wieder nur mit einem zentralen Stürmer gebildete Startformation garantiert. Der Münchner sieht sich auf einem guten Weg aus dem Formtief und verkündete im «kicker» selbstbewusst: «Ich gehe davon aus, dass ich spiele.» (dpa)