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Franzosen-Coach wütet gegen «deutsche Mafia»
05. Feb 2007 12:37
 |  Claude Onesta | | Foto: dpa |
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Claude Onesta hat das WM-Aus seiner Handballer gegen das deutsche Team immer noch nicht verwunden. Dem deutschen Verband macht der französische Coach schlimmste Vorwürfe.
Der französische Handball-Nationaltrainer Claude Onesta hat eine «deutsche Mafia» für das enttäuschende Abschneiden des als Favoriten gehandelten Europameisters bei der WM verantwortlich gemacht. Viele internationale Handball-Experten hätten ihm ihr Bedauern über «diesen verfluchten Donnerstag» ausgedrückt, an dem Frankreich im Halbfinale gegen Deutschland knapp verloren hatte. «Sie haben mir zu verstehen gegeben, dass wir bestohlen wurden», sagte Onesta der Sportzeitung «L'Equipe». «Ihre Ernsthaftigkeit, ihre Unterstützung bestärken mich in meiner Überzeugung.»
Tor nicht anerkannt
Die Franzosen hatten am Donnerstag im Halbfinale durch das 31:32 nach zweimaliger Verlängerung gegen den späteren Weltmeister Deutschland das Endspiel verpasst. Im Spiel um Platz drei unterlagen sie am Sonntag dann Dänemark.Die Franzosen machen für die Niederlage gegen das DHB-Team Fehlentscheidungen der Unparteiischen verantwortlich. Die schwedischen Schiedsrichter hatten einen Treffer der Franzosen zum 32:32 nicht anerkannt, weil sie zuvor auf Foulspiel entschieden hatten.
Spieler in «Komparsenrolle» Die «schwache Schiedsrichterleistung» sei «irgendwie programmiert» gewesen, sagte Onesta. Vor dem Turnier habe man Schiedsrichter- Paarungen geändert. «Das hat mich nicht überrascht. Alle Welt weiß, dass die Deutschen die Fäden beim internationalen Verband ziehen», sagte Onesta. «Sie diktieren ihre Gesetze. Sie setzen ihre Sicht durch. Es ist eine Mafia. Unten, ganz unten, kommen die Mannschaften, die Spieler, die die Hauptakteure sein müssten, die man aber auf eine Komparsenrolle beschränkt. Der Handball ist fast ein politischer Gegenstand geworden und es gibt keinen Grund, warum diese Sch... nicht weitergehen sollte.»Die Erklärung für die Niederlage gegen Dänemark sei einfach, sagte Onesta. «Wir haben es nicht geschafft, das Drama vom Donnerstag gegen Deutschland zu überwinden.» Er gab aber dazu: «Wir sind nicht die beste Mannschaft der Welt.» (nz)
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