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Lupe Dänen besiegen Island in der Verlängerung

38:38 stand es nach 60 Minuten. Erst in der Verlängerung des WM-Viertelfinales konnten die dänischen Handballer Island bezwingen - und das denkbar knapp.

Die dänischen Handballer haben mit einem 42:41 (38:38; 16:17)-Erfolg nach Verlängerung gegen Island das Halbfinale der Weltmeisterschaft erreicht. Der EM-Dritte setzte sich am Dienstag gegen die überraschend starken Isländer in einem packenden Finish durch und trifft nun am Donnerstag auf Polen.
Moller Madsen ist der entscheidende Mann
Vor 12.500 Zuschauern in der ausverkauften Color-Line-Arena in Hamburg waren Michael Knudsen (Flensburg) und Anders Oechsler (Großwallstadt) erfolgreichste dänische Werfer (je 9). Für das vom Gummersbacher Bundesliga-Coach Alfred Gislason trainierte Island traf Snorri Gudjonsson am besten (15/4). Das entscheidende Tor erzielte Lars Moller Madsen zwei Sekunden vor Ende der ersten Verlängerung der WM.

Beide Teams gingen von Beginn an hohes Tempo. Dänemark vertraute zunächst auf sein Flensburger Quartett mit Knudsen, Lars Christiansen, Sören Stryger und Joachim Boldsen sowie auf den Großwallstädter Anders Oechsler. Nach einer Viertelstunde erarbeiteten sich die Dänen mit ihrem variableren Angriffsspiel zum ersten Mal einen Zwei-Tore-Vorsprung (10:8). Die äußerst engagierten Isländer hielten aber vor allem dank Regisseur Olafur Stefansson und des starken Torhüters Birkir Gudmundsson gut dagegen und gingen selbst mit 15:12 in Führung (23.).

Auch nach der Pause blieb das Spiel eng. Zunächst war es auf dänischer Seite Torhüter Kasper Hvidt, der mit Glanzparaden dafür sorgte, das sein Team bis zur 43. Minute auf 25:21 davonziehen konnte. Doch wie schon gegen Ungarn gaben die als nervenschwach geltenden Dänen den Vorsprung aus der Hand: In der Schlussminute glich Island aus. In der dramatischen Verlängerung waren die Dänen aber die glücklichere Mannschaft und feierten nach der Schlusssirene ausgelassen den größten WM-Erfolg des Landes seit der Halbfinal- Teilnahme 1982 in Deutschland. (nz)