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Kroatiens WM-Team will Stärke zeigen
23. Jan 2007 13:14

Ivano Balic (r.) mit Südkoreas Kyung-Shin Yoon
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Foto: dpa
Bislang wurde Titelkandidat Kroatien bei der WM nicht ernsthaft gefordert. «Jetzt müssen wir beweisen, dass wir weiterhin die Stärksten sind», sagte Angreifer Ivano Balic nach der Vorrunde.
 
Kroatiens Künstler um Superstar Ivano Balic haben ihre Rolle als Titelkandidat Nr. 1 bislang eindrucksvoll bestätigt. Souverän setzte sich der Champion von 2003 in der Gruppe F in Stuttgart durch und muss auch in der Hauptrunde, dem ersten echten Prüfstein, nicht um den Einzug ins Viertelfinale bangen.

Größenwahn haben die Spiele bei den gegen Marokko (35:22), Südkorea (41:23) und zuletzt Russland (32:27) nicht ernsthaft geforderten Kroaten nicht ausgelöst. «Wir haben nur gezeigt, dass wir in der Gruppe das stärkste Team waren. Jetzt müssen wir beweisen, dass wir weiterhin die Stärksten sind», sagte Balic bescheiden.

Eine Klasse für sich

Mehr in der Netzeitung:
Nach dem bisherigen Turnierverlauf scheinen allenfalls Spanien und mit Abstrichen Frankreich in der Lage zu sein, den Siegeslauf des zweimaligen Olympiasiegers zu stoppen. Taktisch, technisch und spielerisch sind die auf allen Feldpositionen doppelt gut besetzten Kroaten eine Klasse für sich. Dennoch will Trainer Lino Cervar nichts von einer Favoritenrolle wissen: «Es ist noch zu früh für Prognosen.» Er sei erst einmal «sehr zufrieden», weil das Ziel, zwei Punkte in die am Mittwoch in Mannheim beginnende Hauptgruppe II mitzunehmen, erreicht worden sei.

Schwächen gibt es allenfalls bei den Torhütern. Der Ausfall von Stammkeeper Vlado Sola (Schulterverletzung) wirkt sich negativer aus als befürchtet. «Ich habe nicht auf meinen Instinkt gehört. Ich hätte den jüngsten Torwart aufstellen sollen», ärgerte sich Cervar über seine «Fehlentscheidung», gegen Russland dem teilweise unsicheren Duo Venio Losert und Dragan Jerkovic zu vertrauen, statt den 21 Jahre alten unerfahrenen Mirko Alilovic zu bringen. «Die Torhüter spielten nicht optimal. Das war unsere Schwäche.» Dafür stand die meist in 3- 2-1-Formation agierende Abwehr sicher und bekam vom kritischen Chefcoach ein Sonderlob.

«Mindestens Halbfinale»

Cervars Gerede von einer angeblichen «psychologischen Krise» anfangs der zweiten Halbzeit wegen des vorübergehend wachsenden russischen Drucks zielte wohl eher darauf ab, die Zuversicht der eigenen Schützlinge etwas zu dämpfen und der Konkurrenz den Schrecken vor übermächtigen Kroaten zu nehmen. Blazenko Lackovic von der SG Flensburg-Handewitt strotzt jedenfalls vor Optimismus: «Wenn wir so weiterspielen, können wir sehr weit kommen: mindestens ins Halbfinale, vielleicht sogar ins Finale.»

Für die Trainer Südkoreas und Marokkos ist die Titelfrage schon jetzt klar beantwortet. «Kroatien ist WM-Favorit», beschied Tea-Hoon Kim kurz und knapp. Und für Noureddine Bouhaddioui kommen die Kroaten «an erster Stelle». (nz)





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