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Lupe Dämpfer für Dänemark, Island souverän

Die Auswahl-Teams aus Frankreich und Island haben sich beim WM-Auftakt keine Blöße gegeben. Bittere Rückschläge gab es für den viermaligen Olympiasieger Russland und für Titelanwärter Dänemark.

Titelanwärter Frankreich und Geheimfavorit Island sind souverän in die Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland gestartet. Eine bittere Niederlage gab es indes für den Titelanwärter aus Dänemark.

Einen Fehlstart leistete sich auch Russland im Spiel gegen Südkorea. Der hoch gehandelte viermalige Olympiasieger und dreimalige Weltmeister kam gegen die bedingungslos kämpfenden Asiaten nicht über ein 32:32 (17:15) hinaus.

Kraft sparen
Das vom Gummersbacher Bundesliga-Coach Alfred Gislason trainierte Island trumpfte dagegen auf und gewann gegen Australien in der Gruppe B ungefährdet mit 45:20 (26:9). «Wichtig war, dass wir gut in die WM gestartet sind, und wir für die nächsten wichtigen Spiele auch etwas Kraft sparen konnten. Das nächste Spiel gegen die Ukraine ist schon sehr bedeutsam für uns», sagte Gislaaon.

Die Ukraine unterlag im anderen Spiel der Gruppe B in Magdeburg Frankreich mit 21:32 (8:17). Vor 7300 Zuschauern unterstrich der Europameister, der in Nikola Karabatic vom THW Kiel und Luc Abalo mit jeweils fünf Toren seine besten Werfer hatte, gleich im Auftaktmatch seine Ambitionen auf den WM-Titel «Wir haben mit einer starken Ukraine gerechnet. Doch meine Mannschaft hat konzentriert gespielt und ich bin sehr zufrieden», sagte Frankreichs Trainer Claude Onesta.

Deutlicher Sieg Tunesiens
Angefeuert von hunderten Schlachtenbummlern aus der Heimat ist Tunesien seiner Favoritenrolle gerecht geworden und mit einem Sieg in die Weltmeisterschaft gestartet. In der Vorrundengruppe A besiegten die Nordafrikaner am Samstagabend in Wetzlar Kuwait mit 34:23 (14:11). Überragender Spieler beim WM-Vierten von 2005 war Frankreich-Legionär Wissem Hmam mit zehn Toren. Für Kuwait traf Meshil Al Enezi am häufigsten (5).

Dänemark blieb dagegen in den Startlöchern hängen und patzte mit einem 29:30 gegen Ungarn, das Platz zwei in der Gruppe E übernahm. Schon zur Pause lagen die Dänen mit 11:13 zurück. Doch nach einer Leistungssteigerung sah es danach aus, als könnten sie das Spiel noch drehen. In der Schlussphase aber brachten sich die zeitweise mit vier Treffern führenden Dänen selbst um den Lohn.

Norwegen hat sich mit einem 41:13 (21:8)-Torefestival gegen Angola eine gute Ausgangsposition in der schweren Vorrundengruppe E verschafft. Gegen die überforderten Afrikaner, die erst zum zweiten Mal an einer WM teilnehmen, hatten die Skandinavier am Samstag erwartungsgemäß leichtes Spiel. Vor 9000 Zuschauern in der ausverkauften Kieler Ostseehalle waren Frank Loke und Alexander Buchmann mit jeweils neun Toren die erfolgreichsten Werfer Norwegens, für Angola traf Manuel Dias vier Mal.

Slowenien ist erwartungsgemäß mit einem 35:21 (17:9)-Sieg gegen Grönland in das Turnier gestartet. Allerdings tat sich der EM-Zweite von 2004 beim Auftaktspiel in der Gruppe A am Samstag in Wetzlar gegen den tapfer kämpfenden Außenseiter schwer und verschlief die ersten zehn Minuten. Erst die individuellen Fehler der Grönländer brachte Slowenien ins Spiel. (nz)