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Der Traum vom ganz großen Wurf
16. Jan 2007 11:56

Heiner Brand
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Foto: dpa
Eigentlich sollte die Heim-WM im Jahre 2005 der krönende Abschluss der deutschen, «goldenen» Handball-Generation werden. Doch es kam anders – wie schon so oft für die DHB-Auswahl bei Welt-Titelkämpfen.
 
Die Handball-Weltmeisterschaften waren für den Deutschen Handball-Bund (DHB) in den letzten beiden Jahrzehnten stets ein permanentes Wechselbad der Gefühle. Das stetige Auf und Ab setzte Spielern, Funktionären wie auch den Fans mächtig zu. Der Titelgewinn 1978 in Dänemark und die Finalteilnahme vor vier Jahren in Portugal markieren dabei die beiden einzigen wirklich großen Erfolge einer bundesdeutschen und dann gesamt-deutschen Mannschaft bei diesen Turnieren. Der Titelgewinn von 1938 soll hier einmal außer Acht gelassen werden.

Fünfte WM auf deutschem Boden

Damals nutzte die deutsche Mannschaft ihren Heimvorteil aus. Das wollte die so genannte «Goldene Generation» des deutschen Handballs auch vor zwei Jahren machen. Doch die Vergabe der WM nach Tunesien machte diesen Traum zunichte. Viele Leistungsträger beendeten daher schon nach den Olympischen Spielen und dem Gewinn der Silbermedaille in Athen ihre internationale Laufbahn. Deutschland wurde anschließend mit einer neuen Auswahl in Nordafrika lediglich Neunter. Nun nimmt Trainer Heiner Brand mit Verspätung einen neuen Anlauf.

Bei den drei weiteren Weltmeisterschaften auf deutschem Boden schnitt die DHB-Auswahl nicht ganz so erfolgreich ab. 1961 reichte es noch zu Rang vier, 1982 wurde es schlussendlich Platz sieben. 1974 fand die WM in der DDR statt. Damals musste sich das Team aus der Bundesrepublik mit Rang neun zufrieden geben, während die Gastgeber erst im Finale gestoppt wurden.

Lange Durststrecke

Nach dem WM-Titelgewinn 1978 dauerte es ganze 18 Jahre, bis eine (inzwischen gesamt-deutsche) DHB-Auswahl wieder einmal ein Halbfinale erreichte (1995 in Island). Weitere acht Jahre später gelang dann wieder der Einzug ins Endspiel, das jedoch gegen Kroatien verloren ging. Bei den übrigen Turnierteilnahmen reichte es wenigstens in schöner Regelmäßigkeit zu einer Platzierung unter den besten Acht – allerdings mit zwei großen Ausnahmen. 1990 und 1997 war die DHB-Mannschaft erst gar nicht für die WM qualifiziert. (nz)





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