Polen und Spanien vorzeitig ausgeschieden
24. Jan 2008 10:10
 |  Island (mit Olafur Stefansson, l.) schlägt Ungarn | | Foto: dpa |
|
Der WM-Finalist von 2007 und der EM-Zweite von 2006 haben keine Chance mehr, das EM-Halbfinale in Norwegen zu erreichen. Die Gastgeber mussten die erste Niederlage hinnehmen.
Olympiasieger Kroatien, der WM-Dritte Dänemark und Gastgeber Norwegen spielen in der Gruppe I zum Abschluss der Hauptrunde um den Einzug ins Halbfinale der Handball-Europameisterschaft. Einen Tag nach der 20:30-Schlappe gegen Dänemark setzten sich die Kroaten am Mittwoch in Stavanger mit 34:26 (12:13) gegen EM-Neuling Montenegro durch und können weiter auf ihren ersten EM-Titel hoffen. Die Dänen distanzierten den WM-Zweiten Polen mit 36:26 (17:13) und besiegelten damit das Ende der polnischen Hoffnungen auf einen erneuten Medaillengewinn. Norwegen erlitt mit dem 29:33 (13:14) gegen Slowenien im fünften Turnierspiel seine erste Niederlage.
Schweden gewinnt in letzter Sekunde
In der Gruppe II, in der sich der ungeschlagene Titelverteidiger Frankreich bereits vorzeitig für das Halbfinale qualifiziert hat, kann neben der deutschen Mannschaft auch noch Schweden auf den Einzug in die Vorschlussrunde hoffen. Die Skandinavier gewannen mit einem Treffer in letzter Sekunde mit 27:26 (13:14) gegen den EM-Zweiten Spanien, der damit seinen Erfolg vom Championat 2006 in der Schweiz nicht wiederholen kann.
Islands Schützenhilfe
Eine starke Leitung von Torhüter Nenad Puljezevic reichte Ungarn nicht zum ersten Sieg in der zweiten Turnierphase. Einen Tag nach dem 27:27 gegen Schweden verloren die Magyaren gegen die bis dahin punktlosen Isländer mit 28:36 (16:16). Snorri Steinn Gudjonsson war mit elf Treffern neben Schlussmann Hreidar Gudmundsson bester Akteur im Team des Gummersbacher Bundesliga-Trainers Alfred Gislason, das mit dem Sieg der deutschen Mannschaft Schützenhilfe leistete.Die in der Hauptrunde wie entfesselt aufspielenden Dänen hatten vor 4.757 Zuschauern in Lasse Boesen (8) vom Bundesligisten TBV Lemgo ihren besten Torschützen. Für die enttäuschenden Polen warf Mariusz Jurasik (7) von den Rhein-Neckar Löwen die meisten Tore. (dpa)